Migration macht absolut keinen Spass
Es war verdächtig ruhig hier die letzten Wochen. Das lag zum einen an einem Wechsel aus Urlaub und Überastung auf Arbeit, zum anderen an einem selbstauferlegten "Code-Freeze", weil ich endlich mal die diesem Blog zu Grunde liegende Software auf einen aktuellen Stand bringen wollte.
Gerade eben, nach ungefähr 5 Tagen, hab ich dieses Vorhaben gestrichen. Und warum ich es hab sein lassen, darüber will ich nun berichten.
Vor knapp 4 Jahren, also irgendwann im Jahr 2004 bin ich von selbstgestickten HTML-Seiten auf ein Content Management System umgestiegen, in diesem Fall war es Drupal in der damals aktuellen Version 4 Punkt irgendwas. Ein großer Schritt und auf jeden Fall die richtige Entscheidung, weil das Schreiben und publizieren ab diesem Zeitpunkt echt einfacher war. Einfach Content reinhämmern und das CMS macht den Rest, inklusive suchmaschinenfreundlichen URLs und Querverlinkungen.
Leider habe ich zu diesem Zeitpunkt einen absolut klassischen Fehler begangen, weil mir ein paar Sachen nicht so richtig gefallen haben, und diesen Fehler begeht wohl so gut wie jeder, der Standardsoftwäre einsetzt: ich habe angefangen den Standard meinen Bedürfnissen anzupassen, neudeutsch zu customizen. Irgendwie erschien mir das legitim und richtig, heute bereue ich es zu tiefst, weil ich keine Möglichkeit mehr habe mit Bordmitteln der Standardsoftware auf eine aktuelle Version zu wechseln. Das Datenbankschema hat sich in der Zeit öfters mal geändert, Funktionsmodule sind obsolet geworden oder wurden durch neuere Komponenten ersetzt und ich habe in der Zeit immer weiter an meiner Version 4 herumgeschraubt, von neuen Modulen selber Downports gebastelt, die irgendwie auf mein ebenfalls angepasstes Datenmodell aufsetzen - naja, man kennt das ja.
Natürlich gibt es auf der ganzen Welt kein Migrationsskript, das mein einmaliges Datenmodell in das aktuelle der Version 6 überführt, also hab ich angefangen selber zu migrieren. Da aber das Datenmodell an manchen Stellen komplett überarbeitet wurde, hat mit auch ein "ALTER TABLE" nicht wirklich weitergeholfen. Das hieß also Tabelle als CSV exportieren, in Excel alles überarbeiten und dann in die neue Datenbank importieren. Das hat mich alleine 2 Tage gekostet. Leider haben meine "alten" Daten in der neuen Datenbank nicht so richtig funktioniert, weil ich irgendwelche Funktionen verwende, die bestimte Ausdrücke parsen und in etwas anderer Form wiederausgeben. Diese Funktionen gibt es natürlich nicht in der neuen Version, also müsste man auch Legacy-Code migrieren, was nicht wirklich sinnvoll ist, da es in der neuen Version auch neue Funktionen gibt. Also müsste man um standardnah zu sein den kompletten "alten" Content überarbeiten - und das geht im Zweifenlfall auch nicht wirklich automatisch.
Und dann bliebe noch das Thema eines Design-Relaunches, wenn man ohnehin schon etwas "neues" macht. Aber darauf hat man sicherlich keine Lust mehr wenn man die restlichen Baustellen sieht.
Was habe ich also gelernt?
1. Die 80-20-Regel bestätigt sich auch hier - der größte Teil war nach knapp 3 Tagen erledigt, aber für den Rest hätte ich mit Sicherheit nochmal 3 Wochen dranhängen können.
2. Wenn etwas Standardsoftware heißt, soll man es auch so behandeln. Individuelle Erweiterungen sind erlaubt, aber nur wenn es Erweiterungen sind und keine Anpassungen am Standard.
3. Wenn es irgendwie vertrebar ist, sollte man auch kleinere Versionssrpünge mitmachen. Das sind zwar jedesmal vielleicht 2-3 Tage Aufwand, aber dann sollte man auch wirklich durch sein.
4. Wenn man 4 Jahre mit einem Update wartet und stattdessen selber bastelt hat man letztendlich nichts gewonnen, ich sehe nur eine Menge toller neuer Funktionen, die ich gerne hätte, aber ohne erheblichen Aufwand nicht zu bekommen sind.
Technorati Tags: mind, migration, software, cms, Drupal, update, quality, field report
Gerade eben, nach ungefähr 5 Tagen, hab ich dieses Vorhaben gestrichen. Und warum ich es hab sein lassen, darüber will ich nun berichten.
Vor knapp 4 Jahren, also irgendwann im Jahr 2004 bin ich von selbstgestickten HTML-Seiten auf ein Content Management System umgestiegen, in diesem Fall war es Drupal in der damals aktuellen Version 4 Punkt irgendwas. Ein großer Schritt und auf jeden Fall die richtige Entscheidung, weil das Schreiben und publizieren ab diesem Zeitpunkt echt einfacher war. Einfach Content reinhämmern und das CMS macht den Rest, inklusive suchmaschinenfreundlichen URLs und Querverlinkungen.
Leider habe ich zu diesem Zeitpunkt einen absolut klassischen Fehler begangen, weil mir ein paar Sachen nicht so richtig gefallen haben, und diesen Fehler begeht wohl so gut wie jeder, der Standardsoftwäre einsetzt: ich habe angefangen den Standard meinen Bedürfnissen anzupassen, neudeutsch zu customizen. Irgendwie erschien mir das legitim und richtig, heute bereue ich es zu tiefst, weil ich keine Möglichkeit mehr habe mit Bordmitteln der Standardsoftware auf eine aktuelle Version zu wechseln. Das Datenbankschema hat sich in der Zeit öfters mal geändert, Funktionsmodule sind obsolet geworden oder wurden durch neuere Komponenten ersetzt und ich habe in der Zeit immer weiter an meiner Version 4 herumgeschraubt, von neuen Modulen selber Downports gebastelt, die irgendwie auf mein ebenfalls angepasstes Datenmodell aufsetzen - naja, man kennt das ja.
Natürlich gibt es auf der ganzen Welt kein Migrationsskript, das mein einmaliges Datenmodell in das aktuelle der Version 6 überführt, also hab ich angefangen selber zu migrieren. Da aber das Datenmodell an manchen Stellen komplett überarbeitet wurde, hat mit auch ein "ALTER TABLE" nicht wirklich weitergeholfen. Das hieß also Tabelle als CSV exportieren, in Excel alles überarbeiten und dann in die neue Datenbank importieren. Das hat mich alleine 2 Tage gekostet. Leider haben meine "alten" Daten in der neuen Datenbank nicht so richtig funktioniert, weil ich irgendwelche Funktionen verwende, die bestimte Ausdrücke parsen und in etwas anderer Form wiederausgeben. Diese Funktionen gibt es natürlich nicht in der neuen Version, also müsste man auch Legacy-Code migrieren, was nicht wirklich sinnvoll ist, da es in der neuen Version auch neue Funktionen gibt. Also müsste man um standardnah zu sein den kompletten "alten" Content überarbeiten - und das geht im Zweifenlfall auch nicht wirklich automatisch.
Und dann bliebe noch das Thema eines Design-Relaunches, wenn man ohnehin schon etwas "neues" macht. Aber darauf hat man sicherlich keine Lust mehr wenn man die restlichen Baustellen sieht.
Was habe ich also gelernt?
1. Die 80-20-Regel bestätigt sich auch hier - der größte Teil war nach knapp 3 Tagen erledigt, aber für den Rest hätte ich mit Sicherheit nochmal 3 Wochen dranhängen können.
2. Wenn etwas Standardsoftware heißt, soll man es auch so behandeln. Individuelle Erweiterungen sind erlaubt, aber nur wenn es Erweiterungen sind und keine Anpassungen am Standard.
3. Wenn es irgendwie vertrebar ist, sollte man auch kleinere Versionssrpünge mitmachen. Das sind zwar jedesmal vielleicht 2-3 Tage Aufwand, aber dann sollte man auch wirklich durch sein.
4. Wenn man 4 Jahre mit einem Update wartet und stattdessen selber bastelt hat man letztendlich nichts gewonnen, ich sehe nur eine Menge toller neuer Funktionen, die ich gerne hätte, aber ohne erheblichen Aufwand nicht zu bekommen sind.
Technorati Tags: mind, migration, software, cms, Drupal, update, quality, field report
Erst einmal auf Eis gelegt

Mit Wiedervorlage Ende des Jahres. Momentan komm ich einfach nicht dazu.
Laternenfest 2005 und Hund hüten
$subject bezeichnet das vergangene Wochenende (dieses ging ausnahmsweise mal bis Montag) recht gut. Als ich Freitag in Halle eintraf, bemerkte der lokale Haussender, dass Laternenfest sei. Bloß gut, dass ich mal keine CD gehört habe, sonst hätte ich dieses Ereigniss womöglich noch verpasst.
Wie dem auch sei, das Laternenfest war mal wieder ein großer Spass für die ganze Familie und in 5 Minuten über die Brücke zwischen Peißnitz und Ziegelwiese ist eine absolut top Zeit. Feuerwerk war klasse, wenn auch etwas unkoordiniert und ein beklopptes kind bei jeder! Rakete "Ohhhhhhhh" geschriehen hat. Der Rest des WEs bestand aus Hundehüten, was heißt, dass ich mit der Migration dieser Seite noch nicht wirklich weiter bin.
Wie dem auch sei, das Laternenfest war mal wieder ein großer Spass für die ganze Familie und in 5 Minuten über die Brücke zwischen Peißnitz und Ziegelwiese ist eine absolut top Zeit. Feuerwerk war klasse, wenn auch etwas unkoordiniert und ein beklopptes kind bei jeder! Rakete "Ohhhhhhhh" geschriehen hat. Der Rest des WEs bestand aus Hundehüten, was heißt, dass ich mit der Migration dieser Seite noch nicht wirklich weiter bin.
Besser als Migration
Am Wochenende hab ich noch mal über das Migrationsthema nachgedacht und bin auf eine super Idee gekommen: dieses Blog bleibt auf Drupal, Mambo gibt's zusätzlich als neue Plattform für die "Corporate" Website und vielleicht wird noch eine neue Software als Basis für die Galerie eingeführt. Die dazugehörige Evaluation ist aber noch nicht abgeschlossen.

Was gab's sonst noch am Wochenende? Nicht viel außer faulenzen, lesen, zocken und saubermachen. Klingt echt spannend, ich weiß.

Was gab's sonst noch am Wochenende? Nicht viel außer faulenzen, lesen, zocken und saubermachen. Klingt echt spannend, ich weiß.
Migration nach Mambo?
Ich versuche gerade diese Seite nach Mambo zu migrieren. Schau mer mal wie sich das entwickelt, denn das Bedienkonzept ist so anders als bei Drupal.

Vielleichts wird's auch doch nur ein Update auf die neue Version 4.6.3.

Wie auch immer, durch mein wildes Customizing wird's in jedem Fall ein Haufen Arbeit.

Vielleichts wird's auch doch nur ein Update auf die neue Version 4.6.3.
Wie auch immer, durch mein wildes Customizing wird's in jedem Fall ein Haufen Arbeit.
Alles ärgerlich
Ich habe mir in den letzten Tagen ungefähr 100 Webseiten mit Online-Shops angeschaut und mir meine Gedanken dazu gemacht. Der Großteil ist jawohl nur Schrott. Bis man endlich versteht, wie die Seite funktioniert, ist man schon frustriert zur Konkurrenz gesurft.
Das Gleich gilt ja auch für OS CMS. Bis ich das Prinzip von System X verstanden habe, ist die Seite mit Hilfe von Drupal schon online.
Ich geh jetzt nach Hause und ärgere mich dort über Windows 2000. Warum gibt es die meisten meiner Lieblingsprogramme denn nicht endlich mal für Linux?
Das Gleich gilt ja auch für OS CMS. Bis ich das Prinzip von System X verstanden habe, ist die Seite mit Hilfe von Drupal schon online.
Ich geh jetzt nach Hause und ärgere mich dort über Windows 2000. Warum gibt es die meisten meiner Lieblingsprogramme denn nicht endlich mal für Linux?
Open Source CMS
Ich beschäftige mich ja nun schon länger mit dem Thema Open Source CMS. Nach Tests von zahlreichen Systemen, habe ich nun drei Favoriten (Drupal, Xoops und Mambo), von denen einer schon öfter von mir verwendet wurde (Drupal, wie diese Seite beispielsweise).

Diese 3 Systeme unterscheiden sich zwar in vielerlei Hinsicht voneinander (Modulsystem, Templatesystem, Administration, Installation), sind aber alle mehr oder weniger gut durchdacht und auch die Community, die dahintersteht, ist relativ groß.
Vorteil bei allen ist, das es PHP/MySQl-basierte Lösungen sind und demzufolge recht problemlos aufgesetzt werden können. Plone ist zwar auch hervorragend, aber finde mal einen preiswerten Webhoster, der Zope anbietet. In diesen Fällen hilft meistens nur ein eigener Server und das kostet halt.
Zu diesem Thema gibt es natürlich unzählige Links im Netz. Exemplarisch sei hier die Seite The CMS Matrix empfohlen. Dort können verschiedenste Systeme mit einander verglichen werden und dann sollte jeden sein Deckelchen finden.
Die 3 von mir erwähnten Systeme kommen dort zwar nicht so gut weg wie manch andere, aber ich hab mich halt dran gewöhnt (vor allen an Drupal), schreibe selber Module etc, also warum sollte ich wechseln.
Natürlich muss ich an dieser Stelle noch ein ganz tolles Produkt empfehlen, das Intershop CMS. Aus technologischer Sicht ein wirklich überzeugendes Konzept: XML, XSL und Java. Aber für "Normalsterbliche" nicht einsetzbar, da dieses System ganz andere Anforderungen stellt, als eine einfache LAMP/WAMP-Umgebung.

Diese 3 Systeme unterscheiden sich zwar in vielerlei Hinsicht voneinander (Modulsystem, Templatesystem, Administration, Installation), sind aber alle mehr oder weniger gut durchdacht und auch die Community, die dahintersteht, ist relativ groß.
Vorteil bei allen ist, das es PHP/MySQl-basierte Lösungen sind und demzufolge recht problemlos aufgesetzt werden können. Plone ist zwar auch hervorragend, aber finde mal einen preiswerten Webhoster, der Zope anbietet. In diesen Fällen hilft meistens nur ein eigener Server und das kostet halt.
Zu diesem Thema gibt es natürlich unzählige Links im Netz. Exemplarisch sei hier die Seite The CMS Matrix empfohlen. Dort können verschiedenste Systeme mit einander verglichen werden und dann sollte jeden sein Deckelchen finden.
Die 3 von mir erwähnten Systeme kommen dort zwar nicht so gut weg wie manch andere, aber ich hab mich halt dran gewöhnt (vor allen an Drupal), schreibe selber Module etc, also warum sollte ich wechseln.
Natürlich muss ich an dieser Stelle noch ein ganz tolles Produkt empfehlen, das Intershop CMS. Aus technologischer Sicht ein wirklich überzeugendes Konzept: XML, XSL und Java. Aber für "Normalsterbliche" nicht einsetzbar, da dieses System ganz andere Anforderungen stellt, als eine einfache LAMP/WAMP-Umgebung.











