Erfahrungsbericht Online-Shopping: EMP vs. Nuclear Blast
Ich hab ja gerade mal wieder eine Woche frei und etwas Zeit (leider bisher sinnlos mit einer Erkältung vergeudet), also möchte ich etwas der vielen Zeit für einen kurzen Erfahrungsbericht nutzen. Was ich mir so für Musik anhöre, dürfe bekannt sein und ebenso müsste klar sein, dass ich in Mediamarkt & Co. mit diesem Musikgeschmack echt verloren bin. Wenn ich schon sehe, dass die teilweise Indie und Heavy in ein Regal stellen ... *kopfschüttel*
Aber glücklicherweise gibt es ja das Internet und eine ganze Menge an Shops, die da definitiv etwas spezialisierter sind. Und zwei von denen hab ich mir mal etwas genauer angeschaut.
Bei beiden wurde ein ähnlicher Warenkorb zusammengestellt (T-Shirts, CD bzw. DVD und noch irgendein anderes Teil). Alles war laut Aussage des Shops auf Lager und sofort lieferbar, beide Bestellungen gingen am Samstag gegen 16:30 Uhr mit dem finalen Bestätigen-Button an die Händler und dann lief die Zeit für die letzte Wertung, die Geschwindigkeit. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich natürlich schon das ein oder andere notiert gehabt und ohne große Vorworte erstmal das komplette Ergebnis.
Jetzt aber mal etwas genauer auf die einzelnen Punkte geschaut und natürlich auch die ein oder andere Erläuterung zur Bewertung:
Angebot
Beide mir der selben Bewertung, obwohl es schon große Unterschiede gibt. EMP ist reiner Händler, NB ist ein Plattenlabel mit Online-Shop und das zeigt sich vor allem beim Umfang des Angebotes. EMP ist von Musik bis Fashion recht breit aufgestellt, Bei Nuclear Blast steht primär das Angebot um die eigenen Künstler im Vordergrund. Deshalb gibt es neben dem Band-Merchandizing eine ganze Menge Infos zu den Bands, Konzertkarten ... Also nicht ganz so breit, dafür wesentlich tiefer. Gleichstand.
Usability
Als reiner Händler hat EMP sicherlich mehr Erfahrung in der zielgruppengerechten Gestaltung eines Shops, anders ist das Abschneiden von NB nicht zu erklären. Usability gibt es dort eigentlich nicht. Keiner vernünftige Darstellung von Variationen in Artikellisten, kein logisches Bedienkonzept, grundsätzlich alphabetische Sortierung. Wenn ich ehrlich bin, habe ich vorher alles im Katalog zusammengesucht und in die Schnellbestellmaske eingetippt. EMP ganz klar in Führung mit relativ viel Einstiegspunkten ins Angebot (über Marke, Filternavigation ...).
Suche
Selbes Fazit wie bei Usability. NB ist auch hier wirklich schlecht, nicht mal kleine Tippfehler werden erkannt. EMP baut mit fehlertoleranter Suche und ASN die Führung weiter aus.
Navigation
Spätestens bei diesem Punkt liegt EMP unaufholbar vorne.
Produktdetailseite
Auch hier zeigt sich wieder, wer echter Händler ist. Wesentlich übersichtlicher bei EMP mit besseren Produktabbildungen, teilweise Hörproben. Der einzige Vorteil bei NB ist, dass alle Variationen des Artikels schön auf einen Blick dargestellt werden, also die CD, die LP, das T-Shirt zum Album, der Aufnäher ...
Personalisierung
Bei beiden gibt es nur den Klassiker Kunden die das, haben auch das ... Gleichstand bei diesem Punkt, aber EMP weiter in Führung.
Kundenbindung und Community
Hier präsentieren sich beide sehr anständig. Angefangen bei den schönen Blätterkatalogen bzw. Magazinen, die es als Kunde regelmäßig gibt, über Online-Niederlassungen bei MySpace, Facebook und Twitter sind beide bemüht ihre Zielgruppe mit Updates zu versorgen. Klar, als Label ist NB noch auf anderen Plattformen wie Youtube oder last.fm unterwegs, dafür geht EMP mit dem etwas professionellerem Umgang mit diesen Plattformen sowie dem shopinternen Bonussystem weiter in Führung.
Checkout
In beiden Fällen recht geradlinig, störend bei NB die Beschränkung der Adressfelder. Eine zusätzliche Eingabe von Informationen wie Firmenname zur Lieferadresse ist nicht wirklich möglich und gibt Punkteabzug. Und auch hier kommt die schlechte Usability bei NB zu tragen. Ist man gerade nicht im Shop-Teil der Seite sucht man den Warenkorb vergeblich ... noch mehr Vorsprung für EMP. Zahlungsarten
EMP: fein (Kreditkarte, Nachnahme, Sofortüberweisung, Paypal, Vorkasse und Bonuspunkte) NB: gerade so das Minimum (Kreditkarte, Nachnahme und Vorkasse) Ja, um Zahlungsausfälle zu minimieren ist das schon fein - aus Händlersicht - aber wär NB nicht NB, ich würde nicht bestellen.
Preis
Erstmalig ein Stich für NB. Die CDs sind teilweise wesentlich preiswerter, viele Merchandizing-Sachen wie Shirts erscheinen mir auch günstiger. Dafür ist aber wie schon erwähnt das Sortiment etwas kleiner.
Versandkosten
In beiden Fällen wirklich fair (3,95 bei EMP, 3,50 bei NB) ab 75 bzw. 100 sogar kostenfrei (bei NB gibt es dann sogar noch eine CD gratis oben drauf). Lieferung
Der letzte Punkt der Bewertung und auch hier liegt EMP etwas vorne. Wie gesagt wurden beide Bestellungen zur selben Zeit aufgegeben, das Paket von EMP war am Dienstag da (also 2 Werktage), das von NB erst am Mittwoch. Die Verzögerung ist sicherlich durch die von mir gewählte Zahlungsart zu erklären (Vorkasse), aber unter normalen Umständen (z.B. ich kenne NB nicht), hätte ich gar nicht bestellt.
Gesamtwertung
EMP macht eigentlich alles richtig, noch etwas mehr Persoalisierung im Shop und ich hätte keinen wirklichen Grund zu meckern.
NB macht bis auf das Sortiment eigentlich alles falsch. Schlechte Usability, zu wenig Zahlungsoptionen, ohne separaten Katalog eigentlich nicht nutzbar. Trotzdem, manchmal helfen andere Faktoren darüber hinweg. Wie bespielsweise mein Musik-Regal, das zu großen Teilen mit Scheiben von NB bestückt ist, oder die Künstler, die bei NB unter Vertrag sind und die coolen Special-Editions die es dort manchmal gibt. Trotzdem, eine vernünftige Online-Strategie kann nicht schaden. Natürlich helfe ich da auch gerne ...
Technorati Tags: shopping, e-commerce, online shopping, EMP, Nuclear Blast, niche player, shopping experience, self-experiment, usability, test report
Aber glücklicherweise gibt es ja das Internet und eine ganze Menge an Shops, die da definitiv etwas spezialisierter sind. Und zwei von denen hab ich mir mal etwas genauer angeschaut.
Bei beiden wurde ein ähnlicher Warenkorb zusammengestellt (T-Shirts, CD bzw. DVD und noch irgendein anderes Teil). Alles war laut Aussage des Shops auf Lager und sofort lieferbar, beide Bestellungen gingen am Samstag gegen 16:30 Uhr mit dem finalen Bestätigen-Button an die Händler und dann lief die Zeit für die letzte Wertung, die Geschwindigkeit. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich natürlich schon das ein oder andere notiert gehabt und ohne große Vorworte erstmal das komplette Ergebnis.
| EMP | NB | |
|---|---|---|
| Angebot | ++ | ++ |
| Usability | ++ | ø |
| Suche | ++ | ø |
| Navigation | ++ | ø |
| Produktdetailseite | ++ | + |
| Personalisierung | + | + |
| Kundenbindung und Community | +++ | ++ |
| Checkout | ++ | + |
| Zahlungsarten | +++ | + |
| Preis | ++ | +++ |
| Versandkosten | ++ | ++ |
| Lieferung | ++ | + |
| Gesamtwertung (von max. 36 Punkten) | 25 (69,4%) | 14 (38,8%) |
Jetzt aber mal etwas genauer auf die einzelnen Punkte geschaut und natürlich auch die ein oder andere Erläuterung zur Bewertung:
Angebot
Beide mir der selben Bewertung, obwohl es schon große Unterschiede gibt. EMP ist reiner Händler, NB ist ein Plattenlabel mit Online-Shop und das zeigt sich vor allem beim Umfang des Angebotes. EMP ist von Musik bis Fashion recht breit aufgestellt, Bei Nuclear Blast steht primär das Angebot um die eigenen Künstler im Vordergrund. Deshalb gibt es neben dem Band-Merchandizing eine ganze Menge Infos zu den Bands, Konzertkarten ... Also nicht ganz so breit, dafür wesentlich tiefer. Gleichstand.
Usability
Als reiner Händler hat EMP sicherlich mehr Erfahrung in der zielgruppengerechten Gestaltung eines Shops, anders ist das Abschneiden von NB nicht zu erklären. Usability gibt es dort eigentlich nicht. Keiner vernünftige Darstellung von Variationen in Artikellisten, kein logisches Bedienkonzept, grundsätzlich alphabetische Sortierung. Wenn ich ehrlich bin, habe ich vorher alles im Katalog zusammengesucht und in die Schnellbestellmaske eingetippt. EMP ganz klar in Führung mit relativ viel Einstiegspunkten ins Angebot (über Marke, Filternavigation ...).
Suche
Selbes Fazit wie bei Usability. NB ist auch hier wirklich schlecht, nicht mal kleine Tippfehler werden erkannt. EMP baut mit fehlertoleranter Suche und ASN die Führung weiter aus.
Navigation
Spätestens bei diesem Punkt liegt EMP unaufholbar vorne.
Produktdetailseite
Auch hier zeigt sich wieder, wer echter Händler ist. Wesentlich übersichtlicher bei EMP mit besseren Produktabbildungen, teilweise Hörproben. Der einzige Vorteil bei NB ist, dass alle Variationen des Artikels schön auf einen Blick dargestellt werden, also die CD, die LP, das T-Shirt zum Album, der Aufnäher ...
Personalisierung
Bei beiden gibt es nur den Klassiker Kunden die das, haben auch das ... Gleichstand bei diesem Punkt, aber EMP weiter in Führung.
Kundenbindung und Community
Hier präsentieren sich beide sehr anständig. Angefangen bei den schönen Blätterkatalogen bzw. Magazinen, die es als Kunde regelmäßig gibt, über Online-Niederlassungen bei MySpace, Facebook und Twitter sind beide bemüht ihre Zielgruppe mit Updates zu versorgen. Klar, als Label ist NB noch auf anderen Plattformen wie Youtube oder last.fm unterwegs, dafür geht EMP mit dem etwas professionellerem Umgang mit diesen Plattformen sowie dem shopinternen Bonussystem weiter in Führung.
Checkout
In beiden Fällen recht geradlinig, störend bei NB die Beschränkung der Adressfelder. Eine zusätzliche Eingabe von Informationen wie Firmenname zur Lieferadresse ist nicht wirklich möglich und gibt Punkteabzug. Und auch hier kommt die schlechte Usability bei NB zu tragen. Ist man gerade nicht im Shop-Teil der Seite sucht man den Warenkorb vergeblich ... noch mehr Vorsprung für EMP. Zahlungsarten
EMP: fein (Kreditkarte, Nachnahme, Sofortüberweisung, Paypal, Vorkasse und Bonuspunkte) NB: gerade so das Minimum (Kreditkarte, Nachnahme und Vorkasse) Ja, um Zahlungsausfälle zu minimieren ist das schon fein - aus Händlersicht - aber wär NB nicht NB, ich würde nicht bestellen.
Preis
Erstmalig ein Stich für NB. Die CDs sind teilweise wesentlich preiswerter, viele Merchandizing-Sachen wie Shirts erscheinen mir auch günstiger. Dafür ist aber wie schon erwähnt das Sortiment etwas kleiner.
Versandkosten
In beiden Fällen wirklich fair (3,95 bei EMP, 3,50 bei NB) ab 75 bzw. 100 sogar kostenfrei (bei NB gibt es dann sogar noch eine CD gratis oben drauf). Lieferung
Der letzte Punkt der Bewertung und auch hier liegt EMP etwas vorne. Wie gesagt wurden beide Bestellungen zur selben Zeit aufgegeben, das Paket von EMP war am Dienstag da (also 2 Werktage), das von NB erst am Mittwoch. Die Verzögerung ist sicherlich durch die von mir gewählte Zahlungsart zu erklären (Vorkasse), aber unter normalen Umständen (z.B. ich kenne NB nicht), hätte ich gar nicht bestellt.
Gesamtwertung
EMP macht eigentlich alles richtig, noch etwas mehr Persoalisierung im Shop und ich hätte keinen wirklichen Grund zu meckern.
NB macht bis auf das Sortiment eigentlich alles falsch. Schlechte Usability, zu wenig Zahlungsoptionen, ohne separaten Katalog eigentlich nicht nutzbar. Trotzdem, manchmal helfen andere Faktoren darüber hinweg. Wie bespielsweise mein Musik-Regal, das zu großen Teilen mit Scheiben von NB bestückt ist, oder die Künstler, die bei NB unter Vertrag sind und die coolen Special-Editions die es dort manchmal gibt. Trotzdem, eine vernünftige Online-Strategie kann nicht schaden. Natürlich helfe ich da auch gerne ...
Technorati Tags: shopping, e-commerce, online shopping, EMP, Nuclear Blast, niche player, shopping experience, self-experiment, usability, test report
Alles neu macht der Herbst: Opera 10 und Zune 4.0
So richtig taufrisch sind beide ja nicht mehr, aber trotzdem eine Erwähnung wert - und das möchte ich an dieser Stelle einfach mal tun. Opera hat dem besten Browser der Welt die Nummer 10 verpasst und Zune hat mit Version 4.0 einen gigantischen Schritt nach vorne gemacht. Aber der Reihe nach.
Was ist also am besten Browser der Welt in der neuen Version noch besser geworden. Tabbed Browsing hatte er ja als allererster, Mail/News/RSS/Torrent/Chat-Client, Widgets für allen möglichen Spaß und nun endlich gibt es auch Tools für Webentwickler, sprich eine Debugumgebung names Dragonfly. Aber bevor man jetzt lange im Menü sucht (im Standard ist das über verschiedene Menüpunkte verteilt) am besten das Debug-Menü direkt installieren.

Die Developer-Tools selber sind keine Offenbarung, alles wie man es erwartet und wie es sein sollte. Was aber eine coole Weiterentwicklung der Tabs ist, ist die Möglichkeit sich in Version 10 nun ein Vorschaubild der geöffneten Seiten anzeigen zu lassen.
Weitere echt hilfreiche Dinge sind der optional zuschaltbare Turbo-Modus (Komprimierungstechnologie) mit dem auch mobiles Surfen zum Beispiel über UMTS wesentlich schneller und unter umständen preiswerter (wenn keine Daten-Flatrate) wird, weil überflüssiger Schnullifax erst gar nicht und Bilder nur zu einem unbedingt notwendigen Teil geladen werden. Aber auch beim normalen Surfen ist die Geschwindigkeit spürbar. Wieklich ein sinnvolles Update. Und wer immer noch den falschen Browser nutzt, der sollte wirklich mal ausprobieren.
Einen wirklichen Quantensprung hat hat Microsoft mit Version 4.0 des Zune Players gemacht. War Version 3 gerade mal ein Skin des bekannten Media Players 11 ohne wirklich eigene Funktionen außer der Synchronisierung mit dem Player und Zugang zum Zune Marketplace ist die neue Software wirklich eine richtige Applikation mit echten Mehrwerten. Zu erwähnen ist hier vor allem der Smart DJ. Warum? Jeder kennt das, man hat sich über Monate und Jahre eine schöne Bibliothek zusammengebaut, aber in der Regel läuft es darauf hinaus, dass man sich komplette Alben anhört - im Zweifelsfall immer wieder die selben - oder man nutzt die Möglichkeit nach Genre zu filtern (was in der Regel viel manuelle Nacharbeiten erfordert) oder man legt sich für jede Gelegenheit eigene Playlists an. Intelligente Playlists a la "alle Songs die länger als x Tage nicht gespielt wurden" oder einen "Playcount von unter X" haben sind auch nur bedingt hilfreich. Deshalb sind ja Services wie last.fm oder Pandora auch so genial, weil zufällig passende Musik gespielt wird. Und genau das kann jetzt auch Zune. Informationen aus der Zune-Community und dem Marketplace werden nun genutzt um passend zu einem Tag, einem Künstler oder einem Song, um on-the-fly Playlisten zusammenzustellen. Wirklich brilliant. Ist die eigene Sammlung groß, gibt es wirklich wieder etwas Abwechslung, mit dem Zune Pass werden zusätzlich Songs aus dem Archiv von Microsoft eingesteut (ohne maximal eine Vorschau bzw. Klangprobe). Aber auch der Zune Pass ist fair bepreist, für knapp 15 Dollar im Monat kann man soviel und sooft anhören wie man möchte und sogar 10 Songs im Monat behalten (geht momentan aber nur aus der USA).

Aber auch ohne Bezahlen ist der Zune Marketplace eine Fundgrube, tausende kostenlose Audio- und Videopodcasts stehen auch so zur Verfügung. Einzige Voraussetzung vür die Nutzung ist aber, das man die Software etwas austrickst, weil sie sonst nicht startet. In der Systemsteuerung muss man die Location (unter Regional and Language Settings) auf United States setzen. Das funktioniert problemlos und hat sonst keine spürbaren Auswirkungen auf den normalen Rechenbetrieb. Ist das getan steht also dem entspannten stöbern nichts mehr im Weg, sobald man angemeldet ist (irgendeine Windows Live ID reicht), kann man sein Profil vervollständigen und bei einer entsprechenden History werden direkt auf der Startseite passende Empfehlungen angezeigt.

Noch nicht perfekt, aber besser als alles was ich bisher kannte (abgesehen von last.fm, aber das ist ja auch kein richtiger Mediaplayer). Der einzige Wermutstropfen, die Software läuft auch weiterhin nicht auf XP64, also muss die normale 32bit Version oder Vista/Windows 7 herhalten.
In beiden Fällen kann man also getrost mit "two thumbs up" zusammenfassen.
Technorati Tags: mind, technology, gadgets, software, updates, Zune, Zune 4.0, Opera, Opera 10, Smart DJ, quality, valuable tools
Was ist also am besten Browser der Welt in der neuen Version noch besser geworden. Tabbed Browsing hatte er ja als allererster, Mail/News/RSS/Torrent/Chat-Client, Widgets für allen möglichen Spaß und nun endlich gibt es auch Tools für Webentwickler, sprich eine Debugumgebung names Dragonfly. Aber bevor man jetzt lange im Menü sucht (im Standard ist das über verschiedene Menüpunkte verteilt) am besten das Debug-Menü direkt installieren.

Die Developer-Tools selber sind keine Offenbarung, alles wie man es erwartet und wie es sein sollte. Was aber eine coole Weiterentwicklung der Tabs ist, ist die Möglichkeit sich in Version 10 nun ein Vorschaubild der geöffneten Seiten anzeigen zu lassen.
Weitere echt hilfreiche Dinge sind der optional zuschaltbare Turbo-Modus (Komprimierungstechnologie) mit dem auch mobiles Surfen zum Beispiel über UMTS wesentlich schneller und unter umständen preiswerter (wenn keine Daten-Flatrate) wird, weil überflüssiger Schnullifax erst gar nicht und Bilder nur zu einem unbedingt notwendigen Teil geladen werden. Aber auch beim normalen Surfen ist die Geschwindigkeit spürbar. Wieklich ein sinnvolles Update. Und wer immer noch den falschen Browser nutzt, der sollte wirklich mal ausprobieren.
Einen wirklichen Quantensprung hat hat Microsoft mit Version 4.0 des Zune Players gemacht. War Version 3 gerade mal ein Skin des bekannten Media Players 11 ohne wirklich eigene Funktionen außer der Synchronisierung mit dem Player und Zugang zum Zune Marketplace ist die neue Software wirklich eine richtige Applikation mit echten Mehrwerten. Zu erwähnen ist hier vor allem der Smart DJ. Warum? Jeder kennt das, man hat sich über Monate und Jahre eine schöne Bibliothek zusammengebaut, aber in der Regel läuft es darauf hinaus, dass man sich komplette Alben anhört - im Zweifelsfall immer wieder die selben - oder man nutzt die Möglichkeit nach Genre zu filtern (was in der Regel viel manuelle Nacharbeiten erfordert) oder man legt sich für jede Gelegenheit eigene Playlists an. Intelligente Playlists a la "alle Songs die länger als x Tage nicht gespielt wurden" oder einen "Playcount von unter X" haben sind auch nur bedingt hilfreich. Deshalb sind ja Services wie last.fm oder Pandora auch so genial, weil zufällig passende Musik gespielt wird. Und genau das kann jetzt auch Zune. Informationen aus der Zune-Community und dem Marketplace werden nun genutzt um passend zu einem Tag, einem Künstler oder einem Song, um on-the-fly Playlisten zusammenzustellen. Wirklich brilliant. Ist die eigene Sammlung groß, gibt es wirklich wieder etwas Abwechslung, mit dem Zune Pass werden zusätzlich Songs aus dem Archiv von Microsoft eingesteut (ohne maximal eine Vorschau bzw. Klangprobe). Aber auch der Zune Pass ist fair bepreist, für knapp 15 Dollar im Monat kann man soviel und sooft anhören wie man möchte und sogar 10 Songs im Monat behalten (geht momentan aber nur aus der USA).

Aber auch ohne Bezahlen ist der Zune Marketplace eine Fundgrube, tausende kostenlose Audio- und Videopodcasts stehen auch so zur Verfügung. Einzige Voraussetzung vür die Nutzung ist aber, das man die Software etwas austrickst, weil sie sonst nicht startet. In der Systemsteuerung muss man die Location (unter Regional and Language Settings) auf United States setzen. Das funktioniert problemlos und hat sonst keine spürbaren Auswirkungen auf den normalen Rechenbetrieb. Ist das getan steht also dem entspannten stöbern nichts mehr im Weg, sobald man angemeldet ist (irgendeine Windows Live ID reicht), kann man sein Profil vervollständigen und bei einer entsprechenden History werden direkt auf der Startseite passende Empfehlungen angezeigt.

Noch nicht perfekt, aber besser als alles was ich bisher kannte (abgesehen von last.fm, aber das ist ja auch kein richtiger Mediaplayer). Der einzige Wermutstropfen, die Software läuft auch weiterhin nicht auf XP64, also muss die normale 32bit Version oder Vista/Windows 7 herhalten.
In beiden Fällen kann man also getrost mit "two thumbs up" zusammenfassen.
Technorati Tags: mind, technology, gadgets, software, updates, Zune, Zune 4.0, Opera, Opera 10, Smart DJ, quality, valuable tools
Haben wollen: The Sixth Sense
Ist ja noch geiler als Microsoft Surface:
Technorati Tags: technology, gadgets, sixth sense device, Sixth Sense, Microsoft Surface, TED
Technorati Tags: technology, gadgets, sixth sense device, Sixth Sense, Microsoft Surface, TED
Live- und Clubshopping im Selbsttest
Geschrieben wird ja immer wieder, wie solche Konzepte funktionieren und was so toll daran ist, aber ich möchte mir das einfach mal schenken und aus erster Hand von meinen Erfahrungen mit diesen Shoppping-Seiten berichten.
Gemein ist im Prinzip allen eines: man kann wirkliche Schnäppchen machen. Der Preis ist aber nun mal nicht immer alles, denn Zuverlässigkeit, Service und Qualität entscheiden letztendlich darüber, ob es ein einmaliges Probieren bleibt oder wirklich eine Alternative zu klassischen Versendern ist.

Der Fokus liegt wie bei den meisten Shopping Clubs auf dem Bereich Fashion, ab und an gibt es aber auch Angebote aus dem Bereich ich nenne es mal Digital Lifestyle. Rund drei mal die Woche gibt es eine neue Kampagne, meistens eine Marke, manchmal ein Thema wie Brillen, Taschen oder Unterwäsche. Dabei handelt es sich meistens auch wirklich um Sachen, die man auf größeren Protalen vermisst oder Marken, die in Deutschland etwas Besonderes sind. Auch wenn man im Shop rechtzeitig informiert wird, was die kommenden Kampagnen sind und auch fast täglich der Newsletter informiert, lohnt es sich direkt zu Kampagnenstart im Shop zu schauen, erfahrungsgemäß sind gute Angebote recht schnell weg. Naja, das bringt das Geschäftsmodell ja auch so mit sich, also kann man das auch niemanden ankreiden. Ärgerlich sind allerdings ein paar technische Einschränkungen, die das System mit sich bringt. Totalausfälle wegen Überlastung sind glücklicherweise selten geworder, leider ist es immer noch ausschließlich möglich aus einer Kampagne zu bestellen. Gefallen Sachen aus 2 zeitgleichen Kampagnen, heißt das zwangsläufig zwei Bestellungen und zwei mal Porto. Auf längere Lieferzeiten als sonst beim Online-Shopping gewohnt wird hingewiesen, bei mir hat es in der Regel immer so zwischen 2 und 3 Wochen gedauert, was durchaus noch zu verschmerzen ist. Auch die Pakete sehen wenn sie kommen schön aus, B4F hat sich nämlich nicht lumpen lassen und eigene schöne gebrandete Pappkartons für den Versand. Was wiederum nicht funktioniert - zumindest habe ich das so erlebt - ist die komplette Kommunikation nach der Bestellung. Die Bestellbestätigung kommt direkt nach der Bestellung, die Lieferbestätigung hingegen oft erst nach der Lieferung, die Bestellhistorie im Kundenbereich zeigt auch nicht immer den tatsächlichen Status an. Die angebotenen Zahlungsarten sind IMHO ok, die Versandkosten auch. Was wiederum manchmal komisch ist, sind die offensichtlich automatisierten "Errinnerungsmails" wenn man mal längere Zeit nicht bestellt hat - auch wenn die letzte Lieferung erst 2 Tage her ist. Egal, als Anreiz gibt es bisher immer einen Gutschein für die nächste Bestellung, also kann man darüber nicht mal böse sein. Stornieren oder retournieren musste bzw. wollte ich noch nicht, also kann ich zu diesen Dingen nix sagen.
Wenn ich das Gesamterlebnis in einer Note ausdrücken müsste, würde es wohl eine wirklich solide 2 sein.

Auch hier ist der Schwerpunkt der Bereich Fashion, trotzdem schleicht sich ab und an das ein oder andere Stück Technik ins Sortiment. Die Häufigkeit der Kampagnen ist die mit Abstand größte, in Hochzeiten können auch mal 10 Kampagnen gleichzeitig laufen. Das System ist das selbe, Marke oder Thema = Kampagne. Auch hier gilt Sammelbestellungen gehen nicht mit den schon bekannten Nachteilen. Und auch hier gibt es regelmäßig Aussetzer des Systems und auch das zeitgenaue Publishing der Kampagnen funktioniert nicht immer reibungslos, so das trotz Start um 9 oft erst mit etwas Verspätung die Angebote sichtbar sind. Die Produktaufmachung und Beschreibung ist wie bei allen anderen Kombattant gut, ja geradezu aufwendig. Jedes Teil wird am lebenden Objekt fotografiert und umfassend beschrieben. Der Bestellprozess ist simpel, auch wenn der Warenkorb sich nach knapp 30 Minuten selbstständig leert. In der regel reicht das ja auch, denn auch hier sind die echten Kracher oft innerhalb weniger Minuten weg. Was aber wiederum nicht funktioniert, ist abermals das ganze Thema Kommunikation nach dem Kauf. Bisher kamen alle Lieferbestätigungen deutlich nach der Lieferung und wann und ob sich ein Status in der Historie ändert ist wohl eher von Zufall geprägt, was wohl nur daran liegen kann, dass keine Infos aus dem Fulfillment automatisch in den Shop zurückfließen. Auch die Lieferzeiten sind teilweise heftig, unter 4 Wochen ist selten. Was allerdings hervorragend funktioniert ist das Stornieren bzw. Serviceanfragen im Callcenter allgemein. Nach einen Spontankauf habe ich dann doch entschieden, dass ich das eigentlich gar nicht brauche, ein Anruf und quasi während des Gesprächs konnte ich einen aktualisierten Status im Konto sehen. Auch das Geld - bezahlt habe ich wie eigentlich immer per PayPal - war wenige Minuten später wieder da. Eine Retoure habe ich auch schon gehabt, hier war ärgerlich, dass der beigelegte Retourenschein nicht als solcher von der freundlichen Schalterbeamtin der Post anerkannt wurde und ich dann hatl nett wie ich bin das Porto selbst bezahlt habe. Also ich aber dann nach 3 Wochen immer noch nix gehört habe, gab es einen kurzen Arruf im Call Center und da hat wieder alles innerhalb von 2 Minuten geklappt. Historie war aktualisiert und das Geld war auch umgehend wieder da. Laut Auskunft der netten Dame am Telefon lg es auch hier am Fulfiller, der einfach mal stumpf den Eingang bei sich registriet hat aber diese Informationen nicht weitergegeben hat. Jetzt noch kurz und schmerzlos die Note: 3+.

Der wohl "exklusivste" Club im Test bietet ebenfalls mit einigen Ausnahmen hauptsächlich Produkte aus dem Bereich - wie sollte man es anders erwarten - Fashion an, hat dabei gefühlt aber deutlich weniger Kampagnen als die beiden anderen, manchmal nur eine, im Schnitt der letzten Wochen vielleicht zwei pro Woche. Auch hier ist die Aufmachung toll, viele Bilder am Modell und ausführliche Beschreibung. Checkout straight forward und zur Abwechslung passt hier mal die Kommunikation nach der Lieferung, die Lieferbestätigung kam tatsächlich vor der Lieferung. Lieferzeit lag im Schnitt bei 2 - 3 Wochen, was fein ist, weil man ja rechtzeitig darauf hingewiesen wird. Retourniert oder storniert wurde bisher nix, weshalb eine Bewertung dazu an dieser Stelle entfällt. Wirklich Negatives ist mir nicht aufgefallen, grenzt man mal das Thema Navigation aus, da das bei allen anderen genauso umgesetzt ist. Startseite mit Übersicht der laufenden Aktionen. Dort ein Link zu einem Video und in den Katalog selber. Dort meistens eine Einstiegsseite mit einem großen Bild und wenn es dann noch Unterkategorien gibt im schlimmsten Fall noch mal ein "leere" Seite mit dem nächsten anklickbaren Bild zu den Angeboten. Das finde ich persönlich nervig, weil man das durchaus anders machen könnte um einfach diese wie ich finde überflüssigen Zwischenseiten und damit Klicks zu vermeiden. Ich sag mal dennoch eine ehrlich verdiente 2+.

Anders als die drei vorherigen, gibt es beim Preisbock jeden Tag nur ein einziges Produkt - klassisch Liveshopping halt. Das Angebot ist sehr gemischt von Technik und Gadgets bis Schmuck und Badeenten ist alles dabei. Eine Besonderheit ist der Mähday, der freitagliche - glaube ich zumindest - Ausverkauf bei dem es Schlag auf Schlag geht; sobald ein Produkt weg ist, kommt das nächste. Zwischen meiner ersten und letzten Bestellung liegt eine recht große Zeit und in dieser hat sich so einiges getan - zum Guten dag ich mal. Neben allen "social" Funktionalitäten auf die sehr viel Wert gelegt wird hat sich vor allem der Service verbessert. Vernünftige Benachrichtigungen nach Kauf und Lieferung und als einzige Seite im Test eine weitere etwas nach der Lieferung. In dieser wird um Feedback zur Zufriedenheit gefragt, also ob mit Lieferung und so alles fein war. So eine Funktion hat tatsächlich Seltenheitswert, bringt aber eine ganze Menge - vor allem dem Verkäufer. Die Produkte sind immer sehr umfangreich beschrieben, mit Gedichten und teilweise sogar zum Produkt passenden Songs. Die Lieferzeiten liegen im Schnitt bei 2 Wochen. Beim ersten Mal hat es etwas länger gedauert - fast 4 Wochen, beim letzten Mal nur etwas über eine Woche. Auch beim Paketdesign versucht man sich etwas vom allgemeinen gelbgrau der Pappkartons abzuheben und spendiert der Sendung ein Paketklebeband mit Preisbock-Design. Ist nicht wirklich lebenswichtig, aber irgendwie schön. Wie das Thema Retouren üblicherweise funktioniert, weiß ich nicht, da ich bei Bedarf das Paket persönlich ein paar Etagen tiefer abgeben kann, der Preisbock ist nämlich auch im Intershop Tower zu Hause. Note? Ich sag mal 2.

Der letzte Teilnehmer im Testfeld ist myby, also ein klassischer Versender, bei dem das Liveshoppingkonzept nur ein Teil des eigentlichen Shops ist. Der Fokus liegt bei den Produkten ganz klar auf Technik, obwohl ab und an doch mal ein Schnäppchen dabei ist, mit dem man nicht gerechnet hätte. Ich hab mir beispielsweise das Brettspiel Trivial Pursuit für einen absoluten Kampfpreis gesichert. Was heraussticht ist mit Abstand der Preis, der ist in der Regel wirklich unschlagbar. Hinzu kommt, das keine Versandkosten fällig sind, was ein weiterer Bonus ist. Bei mir hat die Lieferung der mylights super funktioniert, bereits am nächsten Tag war alles da. Leider gibt es einige Nutzer, die das komplett anders erlebt haben. Je nach Produkt ist die Beschreibung mehr oder weniger umfangreich. Bei Technik ausführlich, bei anderen eher spärlich. Punktabzug gibt es für die Reaktionsgeschwindigkeit bei Emailanfragen und Erreichbarkeit der Hotline, einen Extrapunkt für das ebenfalls gebrandete Paketklebeband, die extrem fixe Lieferung und Versandkostenfreiheit. Wenn ich also nur aufgrund meiner Erfahrung benoten darf, dann gibt es eine runde 2.
Jetzt müsste ja noch eine Art Zusammenfassung kommen beziehungsweise ein Fazit und das will ich mal versuchen.
1. Preislich attraktiv sind die Angebote bei allen der getesteten Seiten. Sogar ich musste mich dabei erwischen, wie ich auf Schnäppchenjagd gehe und sowas tue ich sonst überhaupt nicht. Eigentlich spare ich ja, indem ich auf einen Kauf verzichte.
2. An den Prozessen nach dem Kauf ist bei allen Raum für Verbesserung, bei dem einen mehr bei anderen weniger. Das fängt bei einer sinnvollen Koordination der ausgehenden Mails an und geht bis zur vernüftigen Integration der Backendssteme in den Shop. Ich persönlich erwarte beim Onlinekauf nun mal Informationen in Realtime.
3. Über Design steitet man ja bekanntlich nicht, also überspringe ich gepfegt diesen Punkt.
4. Momentan fällt mir nix weiter ein, ich hab ja glaube ich oben schon alles gesagt. Wer Ergänzungen oder Kommentare hat, der ist herzlich dazu eingeladen.
Technorati Tags: e-commerce, internet, usability, shopping, live shopping, shopping club, Brands4Friends, BuyVip, Vente Privee, Preisbock, myby, field report, test
Gemein ist im Prinzip allen eines: man kann wirkliche Schnäppchen machen. Der Preis ist aber nun mal nicht immer alles, denn Zuverlässigkeit, Service und Qualität entscheiden letztendlich darüber, ob es ein einmaliges Probieren bleibt oder wirklich eine Alternative zu klassischen Versendern ist.

Der Fokus liegt wie bei den meisten Shopping Clubs auf dem Bereich Fashion, ab und an gibt es aber auch Angebote aus dem Bereich ich nenne es mal Digital Lifestyle. Rund drei mal die Woche gibt es eine neue Kampagne, meistens eine Marke, manchmal ein Thema wie Brillen, Taschen oder Unterwäsche. Dabei handelt es sich meistens auch wirklich um Sachen, die man auf größeren Protalen vermisst oder Marken, die in Deutschland etwas Besonderes sind. Auch wenn man im Shop rechtzeitig informiert wird, was die kommenden Kampagnen sind und auch fast täglich der Newsletter informiert, lohnt es sich direkt zu Kampagnenstart im Shop zu schauen, erfahrungsgemäß sind gute Angebote recht schnell weg. Naja, das bringt das Geschäftsmodell ja auch so mit sich, also kann man das auch niemanden ankreiden. Ärgerlich sind allerdings ein paar technische Einschränkungen, die das System mit sich bringt. Totalausfälle wegen Überlastung sind glücklicherweise selten geworder, leider ist es immer noch ausschließlich möglich aus einer Kampagne zu bestellen. Gefallen Sachen aus 2 zeitgleichen Kampagnen, heißt das zwangsläufig zwei Bestellungen und zwei mal Porto. Auf längere Lieferzeiten als sonst beim Online-Shopping gewohnt wird hingewiesen, bei mir hat es in der Regel immer so zwischen 2 und 3 Wochen gedauert, was durchaus noch zu verschmerzen ist. Auch die Pakete sehen wenn sie kommen schön aus, B4F hat sich nämlich nicht lumpen lassen und eigene schöne gebrandete Pappkartons für den Versand. Was wiederum nicht funktioniert - zumindest habe ich das so erlebt - ist die komplette Kommunikation nach der Bestellung. Die Bestellbestätigung kommt direkt nach der Bestellung, die Lieferbestätigung hingegen oft erst nach der Lieferung, die Bestellhistorie im Kundenbereich zeigt auch nicht immer den tatsächlichen Status an. Die angebotenen Zahlungsarten sind IMHO ok, die Versandkosten auch. Was wiederum manchmal komisch ist, sind die offensichtlich automatisierten "Errinnerungsmails" wenn man mal längere Zeit nicht bestellt hat - auch wenn die letzte Lieferung erst 2 Tage her ist. Egal, als Anreiz gibt es bisher immer einen Gutschein für die nächste Bestellung, also kann man darüber nicht mal böse sein. Stornieren oder retournieren musste bzw. wollte ich noch nicht, also kann ich zu diesen Dingen nix sagen.
Wenn ich das Gesamterlebnis in einer Note ausdrücken müsste, würde es wohl eine wirklich solide 2 sein.

Auch hier ist der Schwerpunkt der Bereich Fashion, trotzdem schleicht sich ab und an das ein oder andere Stück Technik ins Sortiment. Die Häufigkeit der Kampagnen ist die mit Abstand größte, in Hochzeiten können auch mal 10 Kampagnen gleichzeitig laufen. Das System ist das selbe, Marke oder Thema = Kampagne. Auch hier gilt Sammelbestellungen gehen nicht mit den schon bekannten Nachteilen. Und auch hier gibt es regelmäßig Aussetzer des Systems und auch das zeitgenaue Publishing der Kampagnen funktioniert nicht immer reibungslos, so das trotz Start um 9 oft erst mit etwas Verspätung die Angebote sichtbar sind. Die Produktaufmachung und Beschreibung ist wie bei allen anderen Kombattant gut, ja geradezu aufwendig. Jedes Teil wird am lebenden Objekt fotografiert und umfassend beschrieben. Der Bestellprozess ist simpel, auch wenn der Warenkorb sich nach knapp 30 Minuten selbstständig leert. In der regel reicht das ja auch, denn auch hier sind die echten Kracher oft innerhalb weniger Minuten weg. Was aber wiederum nicht funktioniert, ist abermals das ganze Thema Kommunikation nach dem Kauf. Bisher kamen alle Lieferbestätigungen deutlich nach der Lieferung und wann und ob sich ein Status in der Historie ändert ist wohl eher von Zufall geprägt, was wohl nur daran liegen kann, dass keine Infos aus dem Fulfillment automatisch in den Shop zurückfließen. Auch die Lieferzeiten sind teilweise heftig, unter 4 Wochen ist selten. Was allerdings hervorragend funktioniert ist das Stornieren bzw. Serviceanfragen im Callcenter allgemein. Nach einen Spontankauf habe ich dann doch entschieden, dass ich das eigentlich gar nicht brauche, ein Anruf und quasi während des Gesprächs konnte ich einen aktualisierten Status im Konto sehen. Auch das Geld - bezahlt habe ich wie eigentlich immer per PayPal - war wenige Minuten später wieder da. Eine Retoure habe ich auch schon gehabt, hier war ärgerlich, dass der beigelegte Retourenschein nicht als solcher von der freundlichen Schalterbeamtin der Post anerkannt wurde und ich dann hatl nett wie ich bin das Porto selbst bezahlt habe. Also ich aber dann nach 3 Wochen immer noch nix gehört habe, gab es einen kurzen Arruf im Call Center und da hat wieder alles innerhalb von 2 Minuten geklappt. Historie war aktualisiert und das Geld war auch umgehend wieder da. Laut Auskunft der netten Dame am Telefon lg es auch hier am Fulfiller, der einfach mal stumpf den Eingang bei sich registriet hat aber diese Informationen nicht weitergegeben hat. Jetzt noch kurz und schmerzlos die Note: 3+.

Der wohl "exklusivste" Club im Test bietet ebenfalls mit einigen Ausnahmen hauptsächlich Produkte aus dem Bereich - wie sollte man es anders erwarten - Fashion an, hat dabei gefühlt aber deutlich weniger Kampagnen als die beiden anderen, manchmal nur eine, im Schnitt der letzten Wochen vielleicht zwei pro Woche. Auch hier ist die Aufmachung toll, viele Bilder am Modell und ausführliche Beschreibung. Checkout straight forward und zur Abwechslung passt hier mal die Kommunikation nach der Lieferung, die Lieferbestätigung kam tatsächlich vor der Lieferung. Lieferzeit lag im Schnitt bei 2 - 3 Wochen, was fein ist, weil man ja rechtzeitig darauf hingewiesen wird. Retourniert oder storniert wurde bisher nix, weshalb eine Bewertung dazu an dieser Stelle entfällt. Wirklich Negatives ist mir nicht aufgefallen, grenzt man mal das Thema Navigation aus, da das bei allen anderen genauso umgesetzt ist. Startseite mit Übersicht der laufenden Aktionen. Dort ein Link zu einem Video und in den Katalog selber. Dort meistens eine Einstiegsseite mit einem großen Bild und wenn es dann noch Unterkategorien gibt im schlimmsten Fall noch mal ein "leere" Seite mit dem nächsten anklickbaren Bild zu den Angeboten. Das finde ich persönlich nervig, weil man das durchaus anders machen könnte um einfach diese wie ich finde überflüssigen Zwischenseiten und damit Klicks zu vermeiden. Ich sag mal dennoch eine ehrlich verdiente 2+.

Anders als die drei vorherigen, gibt es beim Preisbock jeden Tag nur ein einziges Produkt - klassisch Liveshopping halt. Das Angebot ist sehr gemischt von Technik und Gadgets bis Schmuck und Badeenten ist alles dabei. Eine Besonderheit ist der Mähday, der freitagliche - glaube ich zumindest - Ausverkauf bei dem es Schlag auf Schlag geht; sobald ein Produkt weg ist, kommt das nächste. Zwischen meiner ersten und letzten Bestellung liegt eine recht große Zeit und in dieser hat sich so einiges getan - zum Guten dag ich mal. Neben allen "social" Funktionalitäten auf die sehr viel Wert gelegt wird hat sich vor allem der Service verbessert. Vernünftige Benachrichtigungen nach Kauf und Lieferung und als einzige Seite im Test eine weitere etwas nach der Lieferung. In dieser wird um Feedback zur Zufriedenheit gefragt, also ob mit Lieferung und so alles fein war. So eine Funktion hat tatsächlich Seltenheitswert, bringt aber eine ganze Menge - vor allem dem Verkäufer. Die Produkte sind immer sehr umfangreich beschrieben, mit Gedichten und teilweise sogar zum Produkt passenden Songs. Die Lieferzeiten liegen im Schnitt bei 2 Wochen. Beim ersten Mal hat es etwas länger gedauert - fast 4 Wochen, beim letzten Mal nur etwas über eine Woche. Auch beim Paketdesign versucht man sich etwas vom allgemeinen gelbgrau der Pappkartons abzuheben und spendiert der Sendung ein Paketklebeband mit Preisbock-Design. Ist nicht wirklich lebenswichtig, aber irgendwie schön. Wie das Thema Retouren üblicherweise funktioniert, weiß ich nicht, da ich bei Bedarf das Paket persönlich ein paar Etagen tiefer abgeben kann, der Preisbock ist nämlich auch im Intershop Tower zu Hause. Note? Ich sag mal 2.

Der letzte Teilnehmer im Testfeld ist myby, also ein klassischer Versender, bei dem das Liveshoppingkonzept nur ein Teil des eigentlichen Shops ist. Der Fokus liegt bei den Produkten ganz klar auf Technik, obwohl ab und an doch mal ein Schnäppchen dabei ist, mit dem man nicht gerechnet hätte. Ich hab mir beispielsweise das Brettspiel Trivial Pursuit für einen absoluten Kampfpreis gesichert. Was heraussticht ist mit Abstand der Preis, der ist in der Regel wirklich unschlagbar. Hinzu kommt, das keine Versandkosten fällig sind, was ein weiterer Bonus ist. Bei mir hat die Lieferung der mylights super funktioniert, bereits am nächsten Tag war alles da. Leider gibt es einige Nutzer, die das komplett anders erlebt haben. Je nach Produkt ist die Beschreibung mehr oder weniger umfangreich. Bei Technik ausführlich, bei anderen eher spärlich. Punktabzug gibt es für die Reaktionsgeschwindigkeit bei Emailanfragen und Erreichbarkeit der Hotline, einen Extrapunkt für das ebenfalls gebrandete Paketklebeband, die extrem fixe Lieferung und Versandkostenfreiheit. Wenn ich also nur aufgrund meiner Erfahrung benoten darf, dann gibt es eine runde 2.
Jetzt müsste ja noch eine Art Zusammenfassung kommen beziehungsweise ein Fazit und das will ich mal versuchen.
1. Preislich attraktiv sind die Angebote bei allen der getesteten Seiten. Sogar ich musste mich dabei erwischen, wie ich auf Schnäppchenjagd gehe und sowas tue ich sonst überhaupt nicht. Eigentlich spare ich ja, indem ich auf einen Kauf verzichte.
2. An den Prozessen nach dem Kauf ist bei allen Raum für Verbesserung, bei dem einen mehr bei anderen weniger. Das fängt bei einer sinnvollen Koordination der ausgehenden Mails an und geht bis zur vernüftigen Integration der Backendssteme in den Shop. Ich persönlich erwarte beim Onlinekauf nun mal Informationen in Realtime.
3. Über Design steitet man ja bekanntlich nicht, also überspringe ich gepfegt diesen Punkt.
4. Momentan fällt mir nix weiter ein, ich hab ja glaube ich oben schon alles gesagt. Wer Ergänzungen oder Kommentare hat, der ist herzlich dazu eingeladen.
Technorati Tags: e-commerce, internet, usability, shopping, live shopping, shopping club, Brands4Friends, BuyVip, Vente Privee, Preisbock, myby, field report, test
Migration macht absolut keinen Spass
Es war verdächtig ruhig hier die letzten Wochen. Das lag zum einen an einem Wechsel aus Urlaub und Überastung auf Arbeit, zum anderen an einem selbstauferlegten "Code-Freeze", weil ich endlich mal die diesem Blog zu Grunde liegende Software auf einen aktuellen Stand bringen wollte.
Gerade eben, nach ungefähr 5 Tagen, hab ich dieses Vorhaben gestrichen. Und warum ich es hab sein lassen, darüber will ich nun berichten.
Vor knapp 4 Jahren, also irgendwann im Jahr 2004 bin ich von selbstgestickten HTML-Seiten auf ein Content Management System umgestiegen, in diesem Fall war es Drupal in der damals aktuellen Version 4 Punkt irgendwas. Ein großer Schritt und auf jeden Fall die richtige Entscheidung, weil das Schreiben und publizieren ab diesem Zeitpunkt echt einfacher war. Einfach Content reinhämmern und das CMS macht den Rest, inklusive suchmaschinenfreundlichen URLs und Querverlinkungen.
Leider habe ich zu diesem Zeitpunkt einen absolut klassischen Fehler begangen, weil mir ein paar Sachen nicht so richtig gefallen haben, und diesen Fehler begeht wohl so gut wie jeder, der Standardsoftwäre einsetzt: ich habe angefangen den Standard meinen Bedürfnissen anzupassen, neudeutsch zu customizen. Irgendwie erschien mir das legitim und richtig, heute bereue ich es zu tiefst, weil ich keine Möglichkeit mehr habe mit Bordmitteln der Standardsoftware auf eine aktuelle Version zu wechseln. Das Datenbankschema hat sich in der Zeit öfters mal geändert, Funktionsmodule sind obsolet geworden oder wurden durch neuere Komponenten ersetzt und ich habe in der Zeit immer weiter an meiner Version 4 herumgeschraubt, von neuen Modulen selber Downports gebastelt, die irgendwie auf mein ebenfalls angepasstes Datenmodell aufsetzen - naja, man kennt das ja.
Natürlich gibt es auf der ganzen Welt kein Migrationsskript, das mein einmaliges Datenmodell in das aktuelle der Version 6 überführt, also hab ich angefangen selber zu migrieren. Da aber das Datenmodell an manchen Stellen komplett überarbeitet wurde, hat mit auch ein "ALTER TABLE" nicht wirklich weitergeholfen. Das hieß also Tabelle als CSV exportieren, in Excel alles überarbeiten und dann in die neue Datenbank importieren. Das hat mich alleine 2 Tage gekostet. Leider haben meine "alten" Daten in der neuen Datenbank nicht so richtig funktioniert, weil ich irgendwelche Funktionen verwende, die bestimte Ausdrücke parsen und in etwas anderer Form wiederausgeben. Diese Funktionen gibt es natürlich nicht in der neuen Version, also müsste man auch Legacy-Code migrieren, was nicht wirklich sinnvoll ist, da es in der neuen Version auch neue Funktionen gibt. Also müsste man um standardnah zu sein den kompletten "alten" Content überarbeiten - und das geht im Zweifenlfall auch nicht wirklich automatisch.
Und dann bliebe noch das Thema eines Design-Relaunches, wenn man ohnehin schon etwas "neues" macht. Aber darauf hat man sicherlich keine Lust mehr wenn man die restlichen Baustellen sieht.
Was habe ich also gelernt?
1. Die 80-20-Regel bestätigt sich auch hier - der größte Teil war nach knapp 3 Tagen erledigt, aber für den Rest hätte ich mit Sicherheit nochmal 3 Wochen dranhängen können.
2. Wenn etwas Standardsoftware heißt, soll man es auch so behandeln. Individuelle Erweiterungen sind erlaubt, aber nur wenn es Erweiterungen sind und keine Anpassungen am Standard.
3. Wenn es irgendwie vertrebar ist, sollte man auch kleinere Versionssrpünge mitmachen. Das sind zwar jedesmal vielleicht 2-3 Tage Aufwand, aber dann sollte man auch wirklich durch sein.
4. Wenn man 4 Jahre mit einem Update wartet und stattdessen selber bastelt hat man letztendlich nichts gewonnen, ich sehe nur eine Menge toller neuer Funktionen, die ich gerne hätte, aber ohne erheblichen Aufwand nicht zu bekommen sind.
Technorati Tags: mind, migration, software, cms, Drupal, update, quality, field report
Gerade eben, nach ungefähr 5 Tagen, hab ich dieses Vorhaben gestrichen. Und warum ich es hab sein lassen, darüber will ich nun berichten.
Vor knapp 4 Jahren, also irgendwann im Jahr 2004 bin ich von selbstgestickten HTML-Seiten auf ein Content Management System umgestiegen, in diesem Fall war es Drupal in der damals aktuellen Version 4 Punkt irgendwas. Ein großer Schritt und auf jeden Fall die richtige Entscheidung, weil das Schreiben und publizieren ab diesem Zeitpunkt echt einfacher war. Einfach Content reinhämmern und das CMS macht den Rest, inklusive suchmaschinenfreundlichen URLs und Querverlinkungen.
Leider habe ich zu diesem Zeitpunkt einen absolut klassischen Fehler begangen, weil mir ein paar Sachen nicht so richtig gefallen haben, und diesen Fehler begeht wohl so gut wie jeder, der Standardsoftwäre einsetzt: ich habe angefangen den Standard meinen Bedürfnissen anzupassen, neudeutsch zu customizen. Irgendwie erschien mir das legitim und richtig, heute bereue ich es zu tiefst, weil ich keine Möglichkeit mehr habe mit Bordmitteln der Standardsoftware auf eine aktuelle Version zu wechseln. Das Datenbankschema hat sich in der Zeit öfters mal geändert, Funktionsmodule sind obsolet geworden oder wurden durch neuere Komponenten ersetzt und ich habe in der Zeit immer weiter an meiner Version 4 herumgeschraubt, von neuen Modulen selber Downports gebastelt, die irgendwie auf mein ebenfalls angepasstes Datenmodell aufsetzen - naja, man kennt das ja.
Natürlich gibt es auf der ganzen Welt kein Migrationsskript, das mein einmaliges Datenmodell in das aktuelle der Version 6 überführt, also hab ich angefangen selber zu migrieren. Da aber das Datenmodell an manchen Stellen komplett überarbeitet wurde, hat mit auch ein "ALTER TABLE" nicht wirklich weitergeholfen. Das hieß also Tabelle als CSV exportieren, in Excel alles überarbeiten und dann in die neue Datenbank importieren. Das hat mich alleine 2 Tage gekostet. Leider haben meine "alten" Daten in der neuen Datenbank nicht so richtig funktioniert, weil ich irgendwelche Funktionen verwende, die bestimte Ausdrücke parsen und in etwas anderer Form wiederausgeben. Diese Funktionen gibt es natürlich nicht in der neuen Version, also müsste man auch Legacy-Code migrieren, was nicht wirklich sinnvoll ist, da es in der neuen Version auch neue Funktionen gibt. Also müsste man um standardnah zu sein den kompletten "alten" Content überarbeiten - und das geht im Zweifenlfall auch nicht wirklich automatisch.
Und dann bliebe noch das Thema eines Design-Relaunches, wenn man ohnehin schon etwas "neues" macht. Aber darauf hat man sicherlich keine Lust mehr wenn man die restlichen Baustellen sieht.
Was habe ich also gelernt?
1. Die 80-20-Regel bestätigt sich auch hier - der größte Teil war nach knapp 3 Tagen erledigt, aber für den Rest hätte ich mit Sicherheit nochmal 3 Wochen dranhängen können.
2. Wenn etwas Standardsoftware heißt, soll man es auch so behandeln. Individuelle Erweiterungen sind erlaubt, aber nur wenn es Erweiterungen sind und keine Anpassungen am Standard.
3. Wenn es irgendwie vertrebar ist, sollte man auch kleinere Versionssrpünge mitmachen. Das sind zwar jedesmal vielleicht 2-3 Tage Aufwand, aber dann sollte man auch wirklich durch sein.
4. Wenn man 4 Jahre mit einem Update wartet und stattdessen selber bastelt hat man letztendlich nichts gewonnen, ich sehe nur eine Menge toller neuer Funktionen, die ich gerne hätte, aber ohne erheblichen Aufwand nicht zu bekommen sind.
Technorati Tags: mind, migration, software, cms, Drupal, update, quality, field report
E-Mails finden mit FACT-Finder
Vielen ist der Name FACT-Finder sicherlich als Suchlösung von Omikron bekannt. Mit in Deutschland über 40 Kunden in der Top 100 Versandhändler-Liste kann man eigentlich von DER Suchlösung für Online-Shops sprechen.
Nicht bekannt war mir bis vor kurzen war mir allerdings ein Tool, das es möglich machen soll, mit den selben intelligenten Algorithmen E-Mails zu finden. Vielleicht lag es auch daran, das FACT-Finder für Outlook kaum auf der Website zu finden ist. Egal, ich hab es jetzt am laufen und es ist großartig. Wer kennt das nicht, man weiß dass man irgendwann mal von irgendwem eine Mail bkopmmen hat (oder irgendwem eine geschrieben hat) und man weiß auch noch ungefähr worum es geht, aber ohne ein genau treffenden Suchbegriff, der im Subject oder Body auftauch, ist das Wiederfinden mit der in Outlook eingebauten Suche unmöglich. Besonders schlimm wird es, wenn man sich die Mühe gemacht hat, seine alten Mails zu archivieren und Outlook es nicht auf die Reihe bringt mehere Ordner gleichzeitig zu durchsuchen.
Und genau hier rock das Tool von FACT-Finder. Einfach installieren, dann läuft kurz die Indizierung und schon kann man suchen. In meinen Beispiel hab ich mal nach Microsoft Dynamics gesucht - passiert ja öfter, dass ein Kollege kommt und Fragt: "du hast doch mal was zur Integration in Navision geschrieben. Ich kann mich errinnern, dass wir das vor 2 Jahren mal hatten ..."

Und es ist so schön Mails wiederzufinden, an die man sich selber nicht mal mehr errinnern konnte. Selbst Schreibfehler oder kleinere Wortumstellungen werden von der Suche berücksichtigt und man bekommt immer noch Ergebnisse, beispielsweise "spezifikationsworkshop", "workshop specification" ...
Wer also in Zukunft seine Mails wiederfinden möchte, dem sei dieses Tool unbedingt empfohlen. Keine albernen Spielereien, fehlertolerant, schnell und zuverlässig - deutsche Ingenieurskunst halt.
Technorati Tags: tools, technology, search engine, email search, FACT-Finder, Omikron, Outlook plug-in
Nicht bekannt war mir bis vor kurzen war mir allerdings ein Tool, das es möglich machen soll, mit den selben intelligenten Algorithmen E-Mails zu finden. Vielleicht lag es auch daran, das FACT-Finder für Outlook kaum auf der Website zu finden ist. Egal, ich hab es jetzt am laufen und es ist großartig. Wer kennt das nicht, man weiß dass man irgendwann mal von irgendwem eine Mail bkopmmen hat (oder irgendwem eine geschrieben hat) und man weiß auch noch ungefähr worum es geht, aber ohne ein genau treffenden Suchbegriff, der im Subject oder Body auftauch, ist das Wiederfinden mit der in Outlook eingebauten Suche unmöglich. Besonders schlimm wird es, wenn man sich die Mühe gemacht hat, seine alten Mails zu archivieren und Outlook es nicht auf die Reihe bringt mehere Ordner gleichzeitig zu durchsuchen.
Und genau hier rock das Tool von FACT-Finder. Einfach installieren, dann läuft kurz die Indizierung und schon kann man suchen. In meinen Beispiel hab ich mal nach Microsoft Dynamics gesucht - passiert ja öfter, dass ein Kollege kommt und Fragt: "du hast doch mal was zur Integration in Navision geschrieben. Ich kann mich errinnern, dass wir das vor 2 Jahren mal hatten ..."

Und es ist so schön Mails wiederzufinden, an die man sich selber nicht mal mehr errinnern konnte. Selbst Schreibfehler oder kleinere Wortumstellungen werden von der Suche berücksichtigt und man bekommt immer noch Ergebnisse, beispielsweise "spezifikationsworkshop", "workshop specification" ...
Wer also in Zukunft seine Mails wiederfinden möchte, dem sei dieses Tool unbedingt empfohlen. Keine albernen Spielereien, fehlertolerant, schnell und zuverlässig - deutsche Ingenieurskunst halt.
Technorati Tags: tools, technology, search engine, email search, FACT-Finder, Omikron, Outlook plug-in
Social Networks: Nutzen vs. Nutzbarkeit
Network Updates, Pulse oder wie auch immer die Funktion bei den verschiedenen Netzwerken heißt, das Prinzip ist mehr oder weniger identisch und auch ganz praktisch. Ich sehe wer neue Kontakte hat, einen Artikel geschrieben hat oder wie der momentane Gemütszustand ist. So weit, so gut.
Beim genauen Hinschauen ist mir dann aber aufgefallen, das der Umfang, die Komplexität und die Usability dieser Seiten nicht immer unbedingt in einem sinnvollen Verhältnis zum zu beobachtenden Netzwerk steht. Hier mal ein paar Screenshots der Dienste, die ich (mehr oder weniger) aktiv nutze: Xing, LinkedIn, Plaxo, MySpace und Facebook.

Was sofort auffällt ist die doch sehr unterschiedliche Länge dieser Seiten. Und in meinem konkreten Fall heißt dass sogar, um so weniger Kontakte ich in diesem Netzwerk habe, um so länger wird die Liste. Die kürzeste Übersichtsseite hat mit 160 Kontekten Xing, die längste mit 1! Kontakt hat Facebook.

Und in genau dieser Reihenfolge würde ich auch mal den Nutzen und die Nutzbarkeit der einzelnen Seiten betrachten. Auf Xing und LinkedIn alles schön übersichtlich, bei Facebook weiß ich nicht mal was ich da alles sehe - und ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht wirklich. Viel zu viele bescheuerte Widgets, Applikationen und Listen.
Bei aller Liebe zu Web 2.0 und Social whatever sollte man doch die Basics nicht vergessen: Einfachheit, Nutzbarkeit und Effizienz.
Technorati Tags: design, mind, Web2.0, quality, usability, social networks
Beim genauen Hinschauen ist mir dann aber aufgefallen, das der Umfang, die Komplexität und die Usability dieser Seiten nicht immer unbedingt in einem sinnvollen Verhältnis zum zu beobachtenden Netzwerk steht. Hier mal ein paar Screenshots der Dienste, die ich (mehr oder weniger) aktiv nutze: Xing, LinkedIn, Plaxo, MySpace und Facebook.

Was sofort auffällt ist die doch sehr unterschiedliche Länge dieser Seiten. Und in meinem konkreten Fall heißt dass sogar, um so weniger Kontakte ich in diesem Netzwerk habe, um so länger wird die Liste. Die kürzeste Übersichtsseite hat mit 160 Kontekten Xing, die längste mit 1! Kontakt hat Facebook.

Und in genau dieser Reihenfolge würde ich auch mal den Nutzen und die Nutzbarkeit der einzelnen Seiten betrachten. Auf Xing und LinkedIn alles schön übersichtlich, bei Facebook weiß ich nicht mal was ich da alles sehe - und ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht wirklich. Viel zu viele bescheuerte Widgets, Applikationen und Listen.
Bei aller Liebe zu Web 2.0 und Social whatever sollte man doch die Basics nicht vergessen: Einfachheit, Nutzbarkeit und Effizienz.
Technorati Tags: design, mind, Web2.0, quality, usability, social networks
smatch - Wie Einkaufen, nur besser
Seit ein paar Tagen ist smatch.com, der neue Dienst der OTTO-Tochter discount24 shopping24 GmbH am Start. Momentan noch closed beta, aber ich darf testen, also hab ich das mal gemacht. Und natürlich sind mir dabei auch 1-2 Gedanken durch den Kopf gegangen, die ich hier niederschreiben möchte.

Als allererstes stellt sich natürlich die Frage, was smatch denn eigentlich ist. Und an der Stelle zitiere ich einfach die Selbstdarstellung:
Was erwartet euch auf smatch?
Mode, Wohnen und Lifestyle - smatch ist ein neues Produktportal für genau diese Bereiche.
smatch ist Produktsuche und gleichermaßen -empfehlungsdienst. Ihr findet auf smatch Produkte, die zu euch passen, die euch gefallen. Tauscht euch auf smatch aus und lasst euch inspirieren.
Klingt spannend, vor allem das Thema Empfehlungen macht doch sehr neugierig, weil genau das etwas ist, wodurch man sich deutlich von anderen Anbietern abgrenzen kann. Produktsuchmaschinen hatte ich mir ja vor ein paar Wochen schon mal angeschaut und genau das Thema Empfehlungen hat eindeutig gefehlt. Also wie hilft smatch an dieser Stelle genau?
Nach der Registrierung hat man als allererstes die Möglichkeit seine Vorlieben zu definieren, genauer gesagt ich kann als Nutzer meine Lieblingsmarken, -farben und -shops festlegen.

Momentan ist die Auswahl noch recht beschränkt, perspektivisch darf man aber sicherlich eine viel größere Auswahl erwarten. Jedenfalls gibt es dann im Dashboard entsprechend der Auswahl ein paar Produkte, die mehr oder weniger gut zu den eigenen Präferenzen passen - in meinem Fall eher weniger, weil es einfach nur neue Produkte in diesen Kategorien sind. Naja, woher soll smatch denn zu diesem Zeitpunkt schon viel über mich wissen.

Also gibt mir smatch die Möglichkeit aus allen vorhandenen Produkten in verschiedenen Kategorien eigene Listen zusammenzustellen. Bekannt ist dieses Konzept ja schon von Amazon, hier funktioniert es nur viel einfacher, da ich einfach per Drag-and-drop Produkte in meine Listen ziehen kann - sehr sexy also. Unter dem Menüpunkt Community lassen sich auch öffentliche Listen anderer Nutzer einsehen, nur fehlt mir hier momentan noch jeder Zusammenhang zwischen Vorlieben, Listen und Empfehlungen. Ich hätte erwartet, dass nach Anlegen meiner Liste smatch mir sagt, was andere Nutzer die die selben Produkte in ihren Listen haben noch zusätzlich haben. Also etwas, das bei Amazon irgendwie und bei last.fm ganz hervorragend funktioniert. Der Community-Gedanke erschließt sich mir hier noch nicht so ganz.
Auch wenn ich ganz normal über die Kategorien einsteige und irgendwann mal bei einem Produkt lande, finde ich kaum etwas, das an Empfehlungen erinnert, nicht mal das bei normalen Shops übliche Thema Cross-Selling scheint vorhanden, lediglich Listen von anderen Nutzer. Ich hoffe doch stark, dass in diesen Bereichen noch einiges passiert, sonst finde ich nicht wirklich einen Mehrwert zumal die Produktdetails in der Regel auch recht unvollständig und wenig hilfreich sind.
Wenn ich an die Selbstdarstellung denke und versuche das Thema Produktsuche zu beleuchten, hilft mir smatch momentan noch nicht wirklich, zumal ich weiß, was ich beispielsweise bei idealo erwarten kann, vor allem wenn ich an das Thema produktattribute denke. Auch die reine Suche endent viel zu häufig mit 0 Treffern, leider auch bei so generischen Begriffen wie "denon avr". Verwirrend, zumal ich so ein Produkt in meiner Liste habe und diese gefunden wird.

Es fehlt also ganz deutlich das Thema Community/Social Commerce, weil noch eine Produkt-/Preissuchmaschine braucht sicherlich niemand und das will smatch sicherlich nicht sein.
Natürlich gibt es auch positive Sachen zu berichten, beispielsweise über das Design. Klar strukturiert - vielleicht an manchen Stellen nicht stark genug akzentuiert - übersichtlich, frisch, hell, große Schrift und überhaupt schön.
Auch das Konzept eines shopübergreifenden "Mega-Stores" ist großartig. Echtes One-stop-shopping wäre natürlich der Kracher, leider gibt es lediglich eine Verlinkung auf den jeweiligen Shop - und das ist nicht als positiv zu betrachten, auch hier zeigen Amazon und sogar otto.de selbst wie es besser gehen kann.
Das Erzeugen von Widgets ist ebenfalls ein nettes Feature. Einfach die Liste auswählen, Button drücken und schon ist der entsprechende HTML-Code fertig zum Einbinden in die eigene Homepage.
Aber immer wieder sucht man - zumindest geht es mir so - das Thema Community. Ich hoffe stark, das an diesem Thema gearbeitet wird. Vielleicht steht auch irgendwo ein Text auf der Seite, aber ich bin zu faul zu suchen. Last.fm hat mir nach der Registrierung auch mitgeteilt, das die ersten Empfehlungen nach einer Woche kommen, weil erst Daten für gesammelt und aufbereitet werden müssen. Das war OK für mich.
OK, ich gehe zurück zur Selbstdarstellung und lese "Ihr findet auf smatch Produkte, die zu euch passen, die euch gefallen. Tauscht euch auf smatch aus und lasst euch inspirieren." OK, ich bin bereit. Ich habe gesagt, worauf ich so ungefähr stehe und habe eine Liste gemacht. Ja, ich suche Zeug, das zu meinem Heimkino passt - oder zu mir, weil ich so ein Heimkino habe. Wenn smatch das hinbekommt, ist es ganz groß. Bis dahin ist es lediglich eine sehr nette Idee it einer recht ansehnlichen Website. Jetzt fehlt noch der Content.
Beim Thema Mode gibt es schon etwas mehr Content von Nutzern, aber auch da passen die Empfehlungen nicht immer wirklich. Es lässt sich auch nicht wirklich nachvollziehen, wie die "passenden" Listen ausgewählt werden. Beispiel blaues Poloshirt für Männer.

Liste 1 heißt "Grün-weiß", inhaltlich nicht mein Fall - kann passieren. Liste 2 heißt "Lieblings-Shirts" ist aber alles für Frauen. In Liste 3 - Dear Emily" sind nur Klamotten und Accessories für Frauen. Und so weiter und so fort. Jetzt weiß ich also was meine Freundin anziehen kann, wenn ich ein blaues Polo trage, nur ich weiß nicht, was ich dazu anziehen kann.
Ich weiß, es ist schlecht immer mit Amazon zu vergleichen, aber mit wem sonst? Ich hab mal spaßenshalber eine Liste mit identischen/ähnlichen Produkten angelegt und ich sehe sofort andere Listen, die thematisch oder inhaltlich passen.

Und genau das hatte ich mir bei smatch auch erwartet - in wesentlich cooler und fetziger.
Jetzt klang das alles ziemlich negativ, dass war aber natürlich nicht so gedacht. Natürlich ist die Idee großartig und genau so etwas fehlt. Und natürlich ist alles noch Beta und deshalb sehr wahrscheinlich ziemlich buggy. Und aufgrund der noch geringen Nutzer-, Produkt- und Händlerzahlen ist natürlich noch nicht wirklich viel mehr möglich was Empfehlungen betrifft. Listen sind momentan das einzige echte "Community-Feature" und aus dem Konzept von smatch lässt sich definitiv mehr rausholen. Und das ist auch genau mein Wunsch und Fazit: Super Idee, massig Potential zur Verbesserung.
Ach so, eine Frage habe ich bisher außer Acht gelassen, aber auch paulinepauline hat dran gedacht:
Was ich jetzt noch nicht verstanden habe: Kriegt man irgendwie ne Provision, wenn was über meine Empfehlung verkauft wird?
Ganz richtig. Profitiere ich als Nutzer überhaupt irgendwie von diesem Dienst oder ist mein Verdienst einzig und alleine das Gefühl anderen zu helfen und selber Empfehlungen zu bekommen. Ein normales Affiliate-Modell kann ja nicht funktionieren, da smatch selber nicht Händler ist und nur an andere Shops weiterleitet. Smatch kann also Provisionen für Weiterleitungen und/oder Bestellungen bekommen. Habe ich was davon? Und diese Frage stelle ich mal in meiner Tätigkeit als jemand der tagtäglich mit E-Commerce zu tun hat, auch wenn ich gerade Urlaub habe und eigentlich versuche GTA San Andreas durchzuspielen.
Noch mehr zum Thema smatch findet man hier:
http://blog.smatch.com/
http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2007/09/smatch.html
http://www.e-commerce-blog.de/2007/10/02/erster-bericht-aus-der-closed-beta-von-smatchcom/
http://blog.paulinepauline.de/?p=403
http://boersmazwischendurch.blogspot.com/2007/10/smatch-closed-beta-offiziell-gestartet.html
Technorati Tags: e-commerce, social commerce, web 2.0, shopping, online shopping, community, smatch, smatch.com, product recommendation, fashion, lifestyle

Als allererstes stellt sich natürlich die Frage, was smatch denn eigentlich ist. Und an der Stelle zitiere ich einfach die Selbstdarstellung:
Was erwartet euch auf smatch?
Mode, Wohnen und Lifestyle - smatch ist ein neues Produktportal für genau diese Bereiche.
smatch ist Produktsuche und gleichermaßen -empfehlungsdienst. Ihr findet auf smatch Produkte, die zu euch passen, die euch gefallen. Tauscht euch auf smatch aus und lasst euch inspirieren.
Klingt spannend, vor allem das Thema Empfehlungen macht doch sehr neugierig, weil genau das etwas ist, wodurch man sich deutlich von anderen Anbietern abgrenzen kann. Produktsuchmaschinen hatte ich mir ja vor ein paar Wochen schon mal angeschaut und genau das Thema Empfehlungen hat eindeutig gefehlt. Also wie hilft smatch an dieser Stelle genau?
Nach der Registrierung hat man als allererstes die Möglichkeit seine Vorlieben zu definieren, genauer gesagt ich kann als Nutzer meine Lieblingsmarken, -farben und -shops festlegen.

Momentan ist die Auswahl noch recht beschränkt, perspektivisch darf man aber sicherlich eine viel größere Auswahl erwarten. Jedenfalls gibt es dann im Dashboard entsprechend der Auswahl ein paar Produkte, die mehr oder weniger gut zu den eigenen Präferenzen passen - in meinem Fall eher weniger, weil es einfach nur neue Produkte in diesen Kategorien sind. Naja, woher soll smatch denn zu diesem Zeitpunkt schon viel über mich wissen.

Also gibt mir smatch die Möglichkeit aus allen vorhandenen Produkten in verschiedenen Kategorien eigene Listen zusammenzustellen. Bekannt ist dieses Konzept ja schon von Amazon, hier funktioniert es nur viel einfacher, da ich einfach per Drag-and-drop Produkte in meine Listen ziehen kann - sehr sexy also. Unter dem Menüpunkt Community lassen sich auch öffentliche Listen anderer Nutzer einsehen, nur fehlt mir hier momentan noch jeder Zusammenhang zwischen Vorlieben, Listen und Empfehlungen. Ich hätte erwartet, dass nach Anlegen meiner Liste smatch mir sagt, was andere Nutzer die die selben Produkte in ihren Listen haben noch zusätzlich haben. Also etwas, das bei Amazon irgendwie und bei last.fm ganz hervorragend funktioniert. Der Community-Gedanke erschließt sich mir hier noch nicht so ganz.
Auch wenn ich ganz normal über die Kategorien einsteige und irgendwann mal bei einem Produkt lande, finde ich kaum etwas, das an Empfehlungen erinnert, nicht mal das bei normalen Shops übliche Thema Cross-Selling scheint vorhanden, lediglich Listen von anderen Nutzer. Ich hoffe doch stark, dass in diesen Bereichen noch einiges passiert, sonst finde ich nicht wirklich einen Mehrwert zumal die Produktdetails in der Regel auch recht unvollständig und wenig hilfreich sind.
Wenn ich an die Selbstdarstellung denke und versuche das Thema Produktsuche zu beleuchten, hilft mir smatch momentan noch nicht wirklich, zumal ich weiß, was ich beispielsweise bei idealo erwarten kann, vor allem wenn ich an das Thema produktattribute denke. Auch die reine Suche endent viel zu häufig mit 0 Treffern, leider auch bei so generischen Begriffen wie "denon avr". Verwirrend, zumal ich so ein Produkt in meiner Liste habe und diese gefunden wird.


Es fehlt also ganz deutlich das Thema Community/Social Commerce, weil noch eine Produkt-/Preissuchmaschine braucht sicherlich niemand und das will smatch sicherlich nicht sein.
Natürlich gibt es auch positive Sachen zu berichten, beispielsweise über das Design. Klar strukturiert - vielleicht an manchen Stellen nicht stark genug akzentuiert - übersichtlich, frisch, hell, große Schrift und überhaupt schön.
Auch das Konzept eines shopübergreifenden "Mega-Stores" ist großartig. Echtes One-stop-shopping wäre natürlich der Kracher, leider gibt es lediglich eine Verlinkung auf den jeweiligen Shop - und das ist nicht als positiv zu betrachten, auch hier zeigen Amazon und sogar otto.de selbst wie es besser gehen kann.
Das Erzeugen von Widgets ist ebenfalls ein nettes Feature. Einfach die Liste auswählen, Button drücken und schon ist der entsprechende HTML-Code fertig zum Einbinden in die eigene Homepage.
Aber immer wieder sucht man - zumindest geht es mir so - das Thema Community. Ich hoffe stark, das an diesem Thema gearbeitet wird. Vielleicht steht auch irgendwo ein Text auf der Seite, aber ich bin zu faul zu suchen. Last.fm hat mir nach der Registrierung auch mitgeteilt, das die ersten Empfehlungen nach einer Woche kommen, weil erst Daten für gesammelt und aufbereitet werden müssen. Das war OK für mich.
OK, ich gehe zurück zur Selbstdarstellung und lese "Ihr findet auf smatch Produkte, die zu euch passen, die euch gefallen. Tauscht euch auf smatch aus und lasst euch inspirieren." OK, ich bin bereit. Ich habe gesagt, worauf ich so ungefähr stehe und habe eine Liste gemacht. Ja, ich suche Zeug, das zu meinem Heimkino passt - oder zu mir, weil ich so ein Heimkino habe. Wenn smatch das hinbekommt, ist es ganz groß. Bis dahin ist es lediglich eine sehr nette Idee it einer recht ansehnlichen Website. Jetzt fehlt noch der Content.
Beim Thema Mode gibt es schon etwas mehr Content von Nutzern, aber auch da passen die Empfehlungen nicht immer wirklich. Es lässt sich auch nicht wirklich nachvollziehen, wie die "passenden" Listen ausgewählt werden. Beispiel blaues Poloshirt für Männer.

Liste 1 heißt "Grün-weiß", inhaltlich nicht mein Fall - kann passieren. Liste 2 heißt "Lieblings-Shirts" ist aber alles für Frauen. In Liste 3 - Dear Emily" sind nur Klamotten und Accessories für Frauen. Und so weiter und so fort. Jetzt weiß ich also was meine Freundin anziehen kann, wenn ich ein blaues Polo trage, nur ich weiß nicht, was ich dazu anziehen kann.
Ich weiß, es ist schlecht immer mit Amazon zu vergleichen, aber mit wem sonst? Ich hab mal spaßenshalber eine Liste mit identischen/ähnlichen Produkten angelegt und ich sehe sofort andere Listen, die thematisch oder inhaltlich passen.

Und genau das hatte ich mir bei smatch auch erwartet - in wesentlich cooler und fetziger.
Jetzt klang das alles ziemlich negativ, dass war aber natürlich nicht so gedacht. Natürlich ist die Idee großartig und genau so etwas fehlt. Und natürlich ist alles noch Beta und deshalb sehr wahrscheinlich ziemlich buggy. Und aufgrund der noch geringen Nutzer-, Produkt- und Händlerzahlen ist natürlich noch nicht wirklich viel mehr möglich was Empfehlungen betrifft. Listen sind momentan das einzige echte "Community-Feature" und aus dem Konzept von smatch lässt sich definitiv mehr rausholen. Und das ist auch genau mein Wunsch und Fazit: Super Idee, massig Potential zur Verbesserung.
Ach so, eine Frage habe ich bisher außer Acht gelassen, aber auch paulinepauline hat dran gedacht:
Was ich jetzt noch nicht verstanden habe: Kriegt man irgendwie ne Provision, wenn was über meine Empfehlung verkauft wird?
Ganz richtig. Profitiere ich als Nutzer überhaupt irgendwie von diesem Dienst oder ist mein Verdienst einzig und alleine das Gefühl anderen zu helfen und selber Empfehlungen zu bekommen. Ein normales Affiliate-Modell kann ja nicht funktionieren, da smatch selber nicht Händler ist und nur an andere Shops weiterleitet. Smatch kann also Provisionen für Weiterleitungen und/oder Bestellungen bekommen. Habe ich was davon? Und diese Frage stelle ich mal in meiner Tätigkeit als jemand der tagtäglich mit E-Commerce zu tun hat, auch wenn ich gerade Urlaub habe und eigentlich versuche GTA San Andreas durchzuspielen.
Noch mehr zum Thema smatch findet man hier:
http://blog.smatch.com/
http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2007/09/smatch.html
http://www.e-commerce-blog.de/2007/10/02/erster-bericht-aus-der-closed-beta-von-smatchcom/
http://blog.paulinepauline.de/?p=403
http://boersmazwischendurch.blogspot.com/2007/10/smatch-closed-beta-offiziell-gestartet.html
Technorati Tags: e-commerce, social commerce, web 2.0, shopping, online shopping, community, smatch, smatch.com, product recommendation, fashion, lifestyle
Erfahrungsbericht: hoh.de
Wie bei meinem letzten Eintrag erwähnt, habe ich mir neulich was Schönes bestellt und deshalb jetzt meine Gedanken dazu. Wie kam es denn aber zu diesem Spontankauf? Schon im Oktober 2005 habe ich daran gedacht, mir einen größeren und vor allem flacheren Bildschirm zuzulegen. Ich habe also die letzten Monate genutzt, um einen für mich passenden Monitor zu suchen. Schaue ich mir die Liste von damals an, hat sich leider nicht so viel am Markt für bezahlbare Exemplare getan. Letztendlich hat mich dann ein Modell von Dell überzeugt, der Dell Ultrasharp 2407WFP. Alle Anschlüsse, auf die ich Wert lege, nicht nur VGA und DVI, aber vor allem hat der Preis mich überzeugt, weil nicht übertrieben hoch.

Nachdem ich mir also recht sicher war, was ich will, ging die Suche in die nächste Phase, nämlich "Wo bekomme ich den besten Preis?". Glücklicherweise gibt es viele Preissuchmaschinen und Portale, auf denen man suchen kann und auch Informationen zu den einzelnen Shops, die von anderen Nutzern geschrieben wurden, bekommt. Wie zu erwarten, gab es die besten Preise nur bei ebay und Online-Shops, die mir völlig unbekannt sind. Also hab ich etwas vom Nutzerfeedback gelesen und bin so auf Home of Hardware gestoßen.

Der erste Eindruck vom Shop war ganz ordentlich, großes Angebot, gute Preise und viel Informationen. Logos wichtiger Prüfstellen wie Trusted Shops oder EuroHandelsinstitut haben mein Vertrauen in den Shop deutlich gesteigert, auch die Tatsache, dass in den Produktdetails immer externe Quellen verlinkt werden und Nutzer die Möglichkeit haben Kommentare zu schreiben. Interessehalber habe ich noch den E-Mail-Support getestet, weil ich wissen wollte um welche Revision es sich bei dem Monitor genau handelt. Erfreulicherweise kam die Antwort direkt am nächsten Tag (ich hatte 20:00 Uhr geschrieben) und die Antwort gefiel mir, es war die aktuelle Revision.
Meinem Spontankauf stand also nix mehr im Weg, Registrierung, Warenkorb befüllen, Zahlweise und Versandart auswählen und fertig. Leider gibt es als Zahlungsmöglichkeit nur Vorkasse, Nachnahme und Kreditkarte – und Finanzierung, bei der Versandart hingegen ist die Auswahl etwas größer (DHL, DHL Express, trans-o-flex und GLS). Naja, ich wollte bestellen, also hab ich mal Vorkasse gewählt, weil keine zusätzlichen Kosten entstehen. Direkt nach der Bestätigungsseite kam ein weiteres Angebot, dass mein Vertrauen gestärkt hat, ich konnte nämlich über Trusted Shops eine kostenlose Geld-Zurück-Garantie für diese Bestellung in Anspruch nehmen.
Sie haben mit der für Sie kostenlosen Geld-Zurück-Garantie bei unserem Partner Home of Hardware eingekauft. Dies sichert Ihnen die Erstattung des Kaufpreises bis maximal 2500 EUR pro Monat und Online-Shop in untenstehenden Fällen ...
Also bei Nichtlieferung oder Rücksendung nach Fernabsatzgesetz hätte ich eine zusätzliche Sicherheit gehabt mein Geld zurückzubekommen.
Für eine schnelle Abwicklung habe ich dann direkt den Rechnungsbetrag überwiesen und siehe da, ein Tag später kam die Bestätigung des Zahlungseinganges bei hoh.de und etwas später am Abend auch die Nachricht, dass das Paket fertig sei und an DHL übergeben wurde.
Also noch mal zur Zusammenfassung: Mittwochabend bestellt, Donnerstag Versand und Freitag hatte ich dann das Paket in der Hand. Natürlich war alles ordentlich verpackt und beim Öffnen war auch noch alles OK. Und dann ging alles ganz schnell: zusammenbauen (also den Fuß an den Monitor), Verkabeln und Rechner anschalten. Und dann war ich richtig glücklich. Alles in Ordnung, keine Dellen oder Kratzer, super Bild und überhaupt alles schön.
Alles in allem ein sehr gutes Einkaufserlebnis auf hoh.de und auch das Fulfillment hat gepasst. Im Shop selber gibt es sicherlich noch Optimierungspotenzial, so ist beispielsweise die Suche sehr einfach gehalten und auch das Katalogbrowsing ist ab und an etwas umständlich, aber dafür gibt es tolle Einkaufsberater für Monitore, TV, etc, basierend auf dem mentasys Sales Assistant, es gibt Blog und Forum und zweimal am Tag einen Videochat zur Beratung. Hier können sich sogar viele große etablierte Shops noch was abschauen.
Technorati Tags: E-Commerce, online shopping, field test, shopping, hoh.de, home of hardware, technology, usability

Nachdem ich mir also recht sicher war, was ich will, ging die Suche in die nächste Phase, nämlich "Wo bekomme ich den besten Preis?". Glücklicherweise gibt es viele Preissuchmaschinen und Portale, auf denen man suchen kann und auch Informationen zu den einzelnen Shops, die von anderen Nutzern geschrieben wurden, bekommt. Wie zu erwarten, gab es die besten Preise nur bei ebay und Online-Shops, die mir völlig unbekannt sind. Also hab ich etwas vom Nutzerfeedback gelesen und bin so auf Home of Hardware gestoßen.

Der erste Eindruck vom Shop war ganz ordentlich, großes Angebot, gute Preise und viel Informationen. Logos wichtiger Prüfstellen wie Trusted Shops oder EuroHandelsinstitut haben mein Vertrauen in den Shop deutlich gesteigert, auch die Tatsache, dass in den Produktdetails immer externe Quellen verlinkt werden und Nutzer die Möglichkeit haben Kommentare zu schreiben. Interessehalber habe ich noch den E-Mail-Support getestet, weil ich wissen wollte um welche Revision es sich bei dem Monitor genau handelt. Erfreulicherweise kam die Antwort direkt am nächsten Tag (ich hatte 20:00 Uhr geschrieben) und die Antwort gefiel mir, es war die aktuelle Revision.
Meinem Spontankauf stand also nix mehr im Weg, Registrierung, Warenkorb befüllen, Zahlweise und Versandart auswählen und fertig. Leider gibt es als Zahlungsmöglichkeit nur Vorkasse, Nachnahme und Kreditkarte – und Finanzierung, bei der Versandart hingegen ist die Auswahl etwas größer (DHL, DHL Express, trans-o-flex und GLS). Naja, ich wollte bestellen, also hab ich mal Vorkasse gewählt, weil keine zusätzlichen Kosten entstehen. Direkt nach der Bestätigungsseite kam ein weiteres Angebot, dass mein Vertrauen gestärkt hat, ich konnte nämlich über Trusted Shops eine kostenlose Geld-Zurück-Garantie für diese Bestellung in Anspruch nehmen.
Sie haben mit der für Sie kostenlosen Geld-Zurück-Garantie bei unserem Partner Home of Hardware eingekauft. Dies sichert Ihnen die Erstattung des Kaufpreises bis maximal 2500 EUR pro Monat und Online-Shop in untenstehenden Fällen ...
Also bei Nichtlieferung oder Rücksendung nach Fernabsatzgesetz hätte ich eine zusätzliche Sicherheit gehabt mein Geld zurückzubekommen.
Für eine schnelle Abwicklung habe ich dann direkt den Rechnungsbetrag überwiesen und siehe da, ein Tag später kam die Bestätigung des Zahlungseinganges bei hoh.de und etwas später am Abend auch die Nachricht, dass das Paket fertig sei und an DHL übergeben wurde.
Also noch mal zur Zusammenfassung: Mittwochabend bestellt, Donnerstag Versand und Freitag hatte ich dann das Paket in der Hand. Natürlich war alles ordentlich verpackt und beim Öffnen war auch noch alles OK. Und dann ging alles ganz schnell: zusammenbauen (also den Fuß an den Monitor), Verkabeln und Rechner anschalten. Und dann war ich richtig glücklich. Alles in Ordnung, keine Dellen oder Kratzer, super Bild und überhaupt alles schön.
Alles in allem ein sehr gutes Einkaufserlebnis auf hoh.de und auch das Fulfillment hat gepasst. Im Shop selber gibt es sicherlich noch Optimierungspotenzial, so ist beispielsweise die Suche sehr einfach gehalten und auch das Katalogbrowsing ist ab und an etwas umständlich, aber dafür gibt es tolle Einkaufsberater für Monitore, TV, etc, basierend auf dem mentasys Sales Assistant, es gibt Blog und Forum und zweimal am Tag einen Videochat zur Beratung. Hier können sich sogar viele große etablierte Shops noch was abschauen.
Technorati Tags: E-Commerce, online shopping, field test, shopping, hoh.de, home of hardware, technology, usability
E-Commerce: Brot und Spiele
Der Titel sagt eigentlich alles, ich war gerade mit dem Christian und seinem zauberhaftem Anhang seiner besseren Hälfte noch ein oder zwei Bierchen trinken und zwangsläufig kam das Gespräch zu dem Thema, das uns den ganzen Tag beschäftigt: Handel im Internet. Was kann man dazu noch viel Neues sagen? Eigentlich nix, aber leider funktioniert es immer noch nicht so, wie es funktionieren könnte, egal ob B2C oder B2B.
Ganz platt gesagt, gibt genau zwei Möglichkieten, entweder bin ich der Billigste oder der Beste. Leider ist die Wahrheit immer "irgendwo da draußen" - und zwar immer irgendwo dazwischen. Kein billiger Shop ist wirklich gut, kein guter wirklich billig. (Gestern habe ich aber einen Shop gefunden, der eine gute Balance zwischen beiden bietet, einen Erfahrungsbericht gibt es aber erst, wenn die Lieferung angekommen und alle i.O. ist.)
Wenn ich aber einen Schritt zurückgehe und formuliere, was ich erwarte, komme ich auf genauso die zwei Alternativen: ein Shop, der die Produkte zu einem unschlagbar guten Preis bietet oder ein Shop, der mir Mehrwerte bietet, die mich dazu veranlassen etwas mehr zu bazahlen. Das Problem im ersten Fall: Vertrauen. Klar kann ich bei "Bernd Müllers PC-Shop" bestellen, aber ich kenne Bernd Müller nicht, ich weiß nicht ob ich das bekome, was ich erwarte und ich weiß nicht ob ich mein Geld unproblematiscg zurückbekomme, wenn ich nicht zufrieden bin. Im zweiten Fall bin ich nicht immer derart motiviert mehr zu bezahlen, weil ich ja weiß, dass ich bei Bernd Müller viel weniger bezahle. Ein für mich beschissener Konflikt, weil ich unsicher werde, mehr bezahlen und auf Nummer sicher oder Sparen mit Risiko?
Und genau hier könnten viele Online-Shops ansetzen und mich als Kunden "abholen", wie man so schön sagt. Wenn ihr schon billig und unbekannt seid, dann gebt mir wenigstens das Gefühl, dass ich bekomme, was ich erwarte. Es gibt so vile Möglichkeiten Vertrauen zu schaffen. Testsiegel wie die von Trusted Shops oder EuroHandelsinstitut, oder das Einbinden von Bewertungen von Ciao, Chip und Konsorten. Das hilft schon eine Menge, nur das Erscheinen in Preissuchmaschinen alleine eben nicht, denn da steht direkt neben "Bernd Müllers Shop" auch der von "Blue IT Expert" - und den kenne ich genauso wenig.
Und wie sieht es mit den großen, bekannten Marken aus, die mehr Vertaruen ausstrahlen? Ganz klar, von denen erwarte ich Spiele und nicht nur Brot. Dass heißt personalisierte Empfehlungen, auch wenn ich nur drei Klicks gemacht habe, Einkaufsberater wie in einem echten Laden, geführte Suche und so weiter und so fort. Darf ich sowas erwarten? Ja natürlich, ich soll ja schließlich auch mehr bezahlen. In einem Fachgeschäft erwarte ich ja auch mehr als bei "Geiz ist doch nicht blöd".
Also, bespaßt mich oder *dezentes am Kinn streichen* macht mir ein Angebot, dass ich nicht ablehnen kann. So, das wollte ich mal gesagt haben.
Shoot at me!!!
Technorati Tags: e-commerce, online shopping, porter generic strategies, quality, internet, mind
Ganz platt gesagt, gibt genau zwei Möglichkieten, entweder bin ich der Billigste oder der Beste. Leider ist die Wahrheit immer "irgendwo da draußen" - und zwar immer irgendwo dazwischen. Kein billiger Shop ist wirklich gut, kein guter wirklich billig. (Gestern habe ich aber einen Shop gefunden, der eine gute Balance zwischen beiden bietet, einen Erfahrungsbericht gibt es aber erst, wenn die Lieferung angekommen und alle i.O. ist.)
Wenn ich aber einen Schritt zurückgehe und formuliere, was ich erwarte, komme ich auf genauso die zwei Alternativen: ein Shop, der die Produkte zu einem unschlagbar guten Preis bietet oder ein Shop, der mir Mehrwerte bietet, die mich dazu veranlassen etwas mehr zu bazahlen. Das Problem im ersten Fall: Vertrauen. Klar kann ich bei "Bernd Müllers PC-Shop" bestellen, aber ich kenne Bernd Müller nicht, ich weiß nicht ob ich das bekome, was ich erwarte und ich weiß nicht ob ich mein Geld unproblematiscg zurückbekomme, wenn ich nicht zufrieden bin. Im zweiten Fall bin ich nicht immer derart motiviert mehr zu bezahlen, weil ich ja weiß, dass ich bei Bernd Müller viel weniger bezahle. Ein für mich beschissener Konflikt, weil ich unsicher werde, mehr bezahlen und auf Nummer sicher oder Sparen mit Risiko?
Und genau hier könnten viele Online-Shops ansetzen und mich als Kunden "abholen", wie man so schön sagt. Wenn ihr schon billig und unbekannt seid, dann gebt mir wenigstens das Gefühl, dass ich bekomme, was ich erwarte. Es gibt so vile Möglichkeiten Vertrauen zu schaffen. Testsiegel wie die von Trusted Shops oder EuroHandelsinstitut, oder das Einbinden von Bewertungen von Ciao, Chip und Konsorten. Das hilft schon eine Menge, nur das Erscheinen in Preissuchmaschinen alleine eben nicht, denn da steht direkt neben "Bernd Müllers Shop" auch der von "Blue IT Expert" - und den kenne ich genauso wenig.
Und wie sieht es mit den großen, bekannten Marken aus, die mehr Vertaruen ausstrahlen? Ganz klar, von denen erwarte ich Spiele und nicht nur Brot. Dass heißt personalisierte Empfehlungen, auch wenn ich nur drei Klicks gemacht habe, Einkaufsberater wie in einem echten Laden, geführte Suche und so weiter und so fort. Darf ich sowas erwarten? Ja natürlich, ich soll ja schließlich auch mehr bezahlen. In einem Fachgeschäft erwarte ich ja auch mehr als bei "Geiz ist doch nicht blöd".
Also, bespaßt mich oder *dezentes am Kinn streichen* macht mir ein Angebot, dass ich nicht ablehnen kann. So, das wollte ich mal gesagt haben.
Shoot at me!!!
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