Neuer Rechner: Midgard und das NAS

Angekündigt war es ja schon, er steht auch schon lange zu Hause, nun ein paar ausführlichere Wörter zum neuen Rechner, bzw zum neuen Rechner und zum NAS. Natürlich habe ich wie bei allen größeren Investitionsvorhaben wieder mal sehr lange geplant, evaluiert, verworfen, überdacht und recherchiert. Letztendlich hatte ich dann aber eine klare Vorstellung was ich will und es ging an die Beschaffung. Zur Dokumentation hier meine wesentlichen Entscheidungskriterien, sowohl für Rechner als auch für NAS:
  • stromsparend und leise
  • Preis-Leistungsverhältnis (aber dann schon das beste und aktuellste)
So einfach kann es gehen. Ich habe keine zeitkritischen Anwendungen laufen und spiele keine leistungshungrigen Spiele, also tut es ein "normaler" Rechner also auch. Demzufolge war irgendwann auch eine Einkaufsliste für den Rechner erstellt:
  • AMD Phenom II X4 945 C3
  • ASRock 890FX Deluxe3
  • 2 mal G.SKill Ripjaws 4GB Kit DDR3 PC3-10666 CL7
  • MSI R5770 Hawk
  • Samsung SH-B083L
  • 2 mal Samsung SpinPoint F3 1TB (HD103SJ)
  • Xigmatek Midgard White Knight
  • be quiet! Straight Power 480W
  • noch ein paar Kabel und Zusatzlüfter
Am NAS habe ich wesentlich länger gegrübelt. Letztendlich ist die Wahl auf folgende Teile gefallen:
  • Zyxel NSA-221
  • 2 mal WD Caviar Green 2000GB SATAII 64MB (WD20EARS)
In beiden Fällen sind die Festplatten das langsamste am System, zumal sie auch noch im Raid 1 laufen. Leider sind aber große und schnelle Platten nicht mit meinen Kriterien stromsparend und Preis-Leistungsverhältnis zu vereinbaren und SSD kostet noch zuviel Geld (aber wenn das bezahlbar wird, kommen die rein und dann sollte es echt fix werden).
Dann stand natürlich die Frage an, wo kaufen, denn preislich macht das ja schon was aus, auf diese Menge Teile. Final wurde dann mal wieder Home of Hardware mit der Lieferung beauftragt. Einzelne Komponenten gäbe es woanders möglicherweise billiger (was die Versandkosten manchmal wieder auffressen), aber der Gesamtpreis hat gestimmt und servicetechnisch waren die Kollegen in Vergangenheit ohne jeden Tadel.
Ein paar Tage später hat dann auch schon der Paketwagen vorm Haus gehalten und mich mit 2 echt großen Paketen geschockt:
Die Lieferung
Nach dem Öffnen gab es schon etwas erste Struktur - nachdem die ganzen Umverpackungen weg waren. Also ans Zusammenbauen:
Die einzelnen Komponenten
Und hier kommen ein paar hilfreiche Tipps für jene, die auch sowas planen:
  1. Habt auf jeden Fall einen weiteren Rechner mit Internetzugang parat.
  2. Sucht ja nicht auf irgendwelchen deutschen Foren nach Hilfe. Irgendwie sind da nur bildungsferne Schichten unterwegs, die keineswegs bei Problembeseitigung helfen können.
  3. Macht ein bootfähigen Datenträger mit einen Speichertest-Programm fertig. Ich empfehle mal ganz frei Memtest.
Nachdem ich alle Teile schön miteinander verbastelt hatte und auch das Problem Netzteil gelöst hatte (sowohl Netzteil als auch Mainboard haben mittlerweile 2 Anschlüsse, die benötigt werden und nicht wie gedacht optional sind). Einfach mal auf dem Board schauen, im Zweifelsfall ist der zweite Anschluss aus Ergonomiegründen am anderen Ende - wie bei mir. Irgendwann flog also die Kuh und es g8ing ans Installieren von Windows 7. Und irgendwo bei der Installation rauchte mir immer wieder die Kiste mit der Meldung Fehler 0x80070570 ab. Daher also der 2. Rechner mit Internet, zum Nachschauen. Also gesucht und immer wider nur die dumme Antwort: Versuche mal die Windows DVD neu zu brennen. Echt eine dumme Hilfe, wenn die Windowsversion orginal gekauft ist. Deshalb auch Tipp 2, nicht in deutschen Foren nach Hilfe suchen, das bringt nichts. Nach längerer Suche bin ich dann auf das eigentliche Problem gestoßen: Error 0x80070570 deutet auf defekten Speicher hin - also Arbeitsspeicher. Deshalb Tipp 3, Speicher testen. Dazu alle Riegel bis auf einen raus und das Programm laufen lassen, wenn alles gut ist auswechseln und von vorne, bis alle guten und schlechten gefunden sind. Fakultativ kann man das dann nochmal mit den Slots machen, wenn man es ganz genau wissen will. Ich jedenfalls habe dann wierklich die schlechten Module aussondern können:
Die Fehlersuche
Glücklicherweise (im Unglück) waren 2 Riegel der selben Packung defekt, so dass ich nicht alle 4 Riegel zurückschicken musste. Ist wahrscheinlich sehr selten, aber kann wohl vorkommen. Jedenfalls ging es dann bis der Ersatz geliefert wurde mit nur 4 GB RAM weiter, Windows ließ sich anstandslos installieren und die Performance war im Vergleich zum alten Rechner grandios (und auf dem hatte ich noch Dragon Age in ansehnlicher Qualität speilen können). Der Härtetest war dann GTA4 und das sieht mit allen Effekten an wirklich brillant aus.
Hier sieht man nochmal beide Generationen glücklich vereint, bevor der letzte Rechner seiner neuen Bestimmung als neuer Computer für die Schwester zugeführt wurde - und die hat sich über einen 2,2 GHz Dualcore noch echt freuen können.
Das Ergebnis
Und dann gab es ja noch das NAS. Ganz ehrlich, ich bin sehr zufrieden, die Performanceeinbußen (sehr viele Dateien (bspw. Fotos) Hin- und Herschieben dauert etwas) sind selbstgewählt, ich wollte halt eine Platte, die sparsam ist. Eine genaue Zusammenfassung von mir ist bei Home of Hardware zu lesen.
Geschrieben von omega on 20 Februar, 2011 - 16:56
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